Mein Resumé
Publiziert am | 5 März 2012 | Kommentare deaktiviert
Glücklich händ mir üses Endziel Wladivostok am Pazifik erreicht!
So jetzt isch es also guet ä Wuche her, dass mir widär i dä Schwiiz glandet sind noch dere drüwüchige Transsib-Reis dur ganz Russland. Han jetzt ächli Ziit gha mini ganze Gedanke und Gfühl z`ordne, well sone Reis ine ganz anderi Welt hinderloht bi mir amigs scho äs rächts Chaos i mim Chopf! Einersiits isch mer überwältiget und froh dörfe z`gseh wiä schön und vorallem wiä vielfältig diä grossi Wält isch, wo mir druf läbäd, aber anderersiits machts eim ächli nochdänklich wenn mer merkt, dass nid alli uf dere Welt sones privilegierts Läbä dörfet führe wiä mir do i dä Schwiiz (stabili Politik und Entwicklig!). Mir hend eigentlich scho fascht kompletti Narrefreiheit und chönd us üsem Läbä das mache, was eus Spass macht und das isch scho än rechte Vorteil. Lüt, wo mir uf üsere Reis troffe hend, hend do bedütend weniger Möglichkeite und sie hend dementsprechend au ganz anderi Alltagssorge wiä mir, was mich aber immer widär erstunt isch, dass sie trotzdem Freud zeiget und nid konsterniert dahinlebed. Hingege chönd mir vo üs oft nid behaupte, dass mir jetzt ussergwöhnlich viel mehr glücklicher sind als sie obwohls üs eso besser goht.
Es hett üs uf üsere Zugsreis emol en junge Student gfrooget, was mir do überhaupt mached und wieso mir sones stabils Land, wiä d`Schwiiz freiwillig verlönd um ines sones waggligs Land wiä Russland z`cho? Jo, das isch e gueti Froog und hett üs im erste Moment au einigi Bedenkziit beschehrt um ä plausibli Antwort z`finde. Ich denke mer chan das eifach druf zrugg z`führe, dass es irgendwiä i dä Natur vom Mensch lieht, das z`sueche, wo er im Moment nid hett! (und das isch bi üs ebe än Art vo Abendteurer und Erfahrig sammle gsi…). Ich denke, das würdi dem junge Maa ebefalls eso ergoh, wenn er äs Ziitli i üsem Land gläbt hetti – es würd in au use i d`Welt vo dä Verschiedeheite zieh.
Wenn ich amigs vo so underschiedliche Arte vo Läbensstil ghöre, bringt mich das zum Nohgrüble und ich frooge mich denn welli Art jetzt besser isch zum sis Läbä do uf dä Erde z`gstalte – mach ich es Richtige?, söll ich was ändere?, chan ich allefalls sogar was bewirke? oder wiä chan mer no was verbessere?… Äs erstrebenswärti Ziel, wo allne es lebenswerti Dohsii ermögliche würdi, wäri vollkommeni Chancegliichheit, jo ich weiss das isch villicht sehr schwierig z`erreiche, aber ich würdi behaupte es chönti klappe wenn mir ächli vo üsem grosse Stuck Chueche öpis a diä andere, wones chlinner Stückli hend abgeh würdet.
Was mich ebefalls sit dere Transsib-Fahrt beschäftiget isch dä Umstand, dass jetzt grad widär d`Wahle in Russland dä Herr Putin zum Präsident beförderet hend, obwohl en sehr grosse Teil vo dä Bevölkerig nid würklich hinder sinere Politik stoht. Das hend mir bi einige Gspröch mit Iheimische chönne useghöre, sie hend grossi Kritik a ihrem Land und vorallem a dä Politik vom Kreml güebt. Än wiitere Punkt, wo mir dütlich zeiget, dass d`Politik vom Putin für diä einzelne Mensche im Land nid grad eso vo Vorteil isch, sind diä einzelne Bauprojekt (z.B. Hängebrugg in Wladivostok und Olympiakomplex in Sochi), wo für mich sehr überdimensioniert und realitätsfremd erschiined und überhaupt nid i diä vorhandeni Welt passet. Sie sind anschiinend nume es Prestigeobjekt für d`Macht vom grosse Herr Präsident und ich denke mer sötti do diä gsprochene finanzielle Mittel besser anders verwände (z.B. Bildig, denn Englisch chönd do jo nume diä Wenigste, oder für Diversivizierig vo dä Industrie um Arbeitsplätz z`schaffe) – uppps ich töne do jo scho recht politisch und als ob ich alles besser wüsst….tja so isch es definitiv nid, aber das sind eifach emol so mini Gedanke
Jo ich weiss mis Resumé isch bis jetzt widär sehr philosophisch worde, aber das isch ebe, das was mich jewiils fascht no meh beschäftiget noch sonere Reis (und das sölls jo au, well suscht müessti jo nie meh ines sones komplett anders Land!), als d`Erinnerige a das direkt Erläbte. Ich denke Sache, wiä Landschafte, Natur, Museums- und Operebsuech und Stadtbesichtigunge sind diä Ding, wo eim sofort bim Erläbe tüend beschäftige und verblassed denn aber oft widär sehr schnell, hingege bliibet Idrück vo söttige soziale Erläbnis viel länger bestoh.
So zum Schluss möcht ich aber doch no öpis Sachlichs zu dem direkt Erläbte verzelle. Wenn mer mich frooget wiä diä Reis gsi isch, falled mir doch einige Adjektiv wiä “interessant”, “spannend”, “astrengend”, “nerveufriibend” und “chalt” i und das beschriibt es Ganze eigentlich au recht guet. Es Interessante und Spannende hett vorallem diä Andersartigkeit vo Land und Lüüt usgmacht, mer hett oft kei gwohnti Konstallatione atroffe und isch somit recht überrascht und ächli hilflos gsi (z.B. dä komplett andere Umgang mit Touriste bezüglich Kundeservice – Receptionistin, wo sich an Chopf langet und d`Auge vertrüllet, wo mir es Hotelzimmer händ welle reserviere…). Es Asträngende und Nerveufriibende hett vorallem demit z`tue gha, dass mer alles selber organisiere hend müesse und denn das no alles meischt nonverbal, well diä englischi Sprooch, jo nid eso verbreitet gsi isch. Und dä Aspekt “Chalt” hett isch natürlich im Wetter zeiget, obwohl es definitiv nid eso schlimm gsi isch vorallem well entweder herrliche Sunneschii oder mährlihafte Schneefall sich zu dä iisige Temperature dezuegsellt hend und das jo nid eso müesam isch wiä z.B. 5 Grad und Rege!
Mini Highlights (gell Fabian, isch amigs schwierig das für eim usezfinde…) sind einersiits diä schön verschneite Städt (vorallem Krasnoyarsk und Irkutsk) und denn natürlich diä ganzi Umgebig rund um dä gfrooreni Baikalsee inklusive Hundeschlitterenne gsi! Minere Meinig no: “Sibirie im Winter – das muess mer eifach mol erläbt ha…!”
Home sweet home
Publiziert am | 26 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
So es isch churz noch em Achti am Obig schwiizer Ziit und ich liege jetzt grad i mim eigene Bett und bin eigentlich scho riif für en erholsame Schloof (bin jo au scho sit em morge am 5i uf – widär emol wege dere Ziitumstellig Zürich-Moskau 3h).
Will jetzt aber doch no churz üsen letschti Tag vo üsere Transsib-Reis gschwind zämäfasse. Wiä gseit simmer um di Achti Ortsziit ufgstande und sind denn z’Fuess zumene vorher im Internet recherchierte Kafi gogä Z’mörgele – uhi isch das fein gsi; Baguettes und Croissantes mit Butter (hani glaubs scho sit drü Wuche niehmeh uf mim Brot gha – isch halt eifach zu shwierig gsi das z’transportiere, denn entweder wär er dusse gfroore oder im warme Zug verloffe
) und Confi, Tee und O-Saft!
Denn simmer nomols Richtig Kreml spaziert und hend alles in sehr gmüetlicher Manier nochmalig gnosse…und das in schön frisch verschneiter Umgebig!
Inere nohglegene Chile hetts denn a dem Sunntigmorge no en orthodoxische Gottesdienst geh und mir sind au es paar Minute gogä inegüxle – also hauptsächlich hetts Sprechgsäng geh und irgendwelchi Ritual mit Marschiere und Bete…sehr speziell.
Uf di Mittagsziit simmer denn zrugg is Hostel, hend all üsi siebe Sache packt und hend üs denn uf dä Weg zum internationale Flughafe gmacht mit Metro bzw. Aeroexpress-Zug. Dörte acho hemmer denn im Wartsaal was Z’mittag (äs letschtimol ä Schogitorte us dä “Schokoladnizza” ;-() gmampft und sind drufabe go ichecke – hett alles ganz schön fix klappet. Denn also uf zum richtige Gate. Ah jo mir müend defür jo no dur d’Passkontrolle und em Gepäck-Scan (es hett do uf üs sogar en sogenannte berüchtige “Nacktscanner” gha…). Üsi Kontrolle vom Visum und em Pass isch riibigslos vonstatten gange und diä beide Formular vo üsne Registrierige hett d’Zöllner keineswegs interessiert, im Gegeteil sie hend nume gnervt, denn sie sind jedesmol bim Öffne vom Pass use gfalle
– jo also mir chömed üs do wege dem Trara wo mir gha hend wege dere Formalität scho chli verarscht vor…aber so isch das halt
Bim Istiege is Flugzüg hemmer denn schnell müesse gseh, dass mir wohrschiinlich ä Verspötig ha werdet und das usgrechnet mit enere schwiizer Fluggsellschaft – heieiei,
do sind sogar diä transsibirische Züg pünktlicher gsi!
Jo und also mit rund 20 Minute simmer denn doch no im warme und “grüene” Züri glandet und so hett üs Bedi d’Schwiiz widär noch rund drü Wuche “Russland und transsibirische Eisenbahn”.
So ich wird denn so in 2-3 Täg no es Resume zu dere Zugsreis verfasse, aber es muess jetzt alles emol ächli sich setzte chönne…stay tuned!
auf in den Westen…
Publiziert am | 25 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Churz noch dä Sechsi am Morge hett em Fabian sis Natel üs gweckt und mir drufabe denn scho gli mit dä erschte schwierige Entscheidig konfrontiert worde – en wissrussische Kanadier, wo au im gliche Hostel ghuuset hett, hett üs gfroget öb mir mit ihm es Taxi zum Flughafe teilet? Nochere chürzere Überlegigsziit hend mir üs denn doch duregrunge sis Agebot mitzträge (ursprünglicherwiis hend mir vorgha mit em Bus an Flughafe z’cho…). So simmer also mit em uf di Siebni bschtellte Taxi losdüst und hend üses Ziel nochere rund einstündige Fahrt erreicht.
Zum Ichecke simmer nochli z’früeh gsi (hemmer schnell müesse merke, wo sie üs nid in ihrem System gfunde hend) und drum hemmer nochli Ziit im Wartsaal vertue.
Es ganze Prozedere betreffend Flugreise isch do im ferne Oste eigentlich relativ ähnlich, nume mängsmol ächli umständlicher (bim Fabian hends während em Scanne vom Handgepäck äs Messer oder so was vermuetet…wo natürlich nüt gsi isch!)
Pünktlich simmer denn mit em Flugi abghobe Richtig Moskau. Dä Flug hett ungefährt 9.5 h duuret und mir hend en demit verbrocht indem mir döset hend, Geographiespiele uf em iPhone gspielt hend, ab und zue us em Fenschter gügslet hend und ah jo denn isch üs sogar zweimol no warms Esse uftischt worde (ich han also zweimol Fisch gha – mag jetzt denn diä nöchschte paar Wuche denn kei Fisch meh!).
Endlich acho in Moskau hemmer mit Freud feschtgstellt, dass es do jo scho fascht Früehlig isch, zwor hetts grad frisch gschneit, aber d’Temperature sind do unglaublich noch am Gfrührpunkt!
Zerscht mit em Bus (dä isch chrüz und quer übers Rollfeld gfahre), denn mit em Aeroexpress-Zug und schliesslich mit dä Meteo simmer denn zu üsem allererschte Hostel glang und hend widär üsi Bett bezoge – isch fascht wiä heicho gsi…
Nochere churze Duschi isch es denn ab zum Zirkus gange, doch leider isch üsi gwünschti Obigvorstellig scho usverchauft gsi…grrr! Um üsen Fruscht widär loszwerde, hemmer üs mit Schoggi mit Marshmellows und Tortene i dä benochbarte “Schokoladnizza” vollgstopft…mmmh fein! – ä sottigi Firmenkette sötts bi üs au geh.
Bevor mir zrugg is Hostel sind (mir sind jo jetzt scho bald meh als 22 Stund wach, wege dere komische 7-stündige Ziitverschiebig!) simmer no gschwind imene Center Markt gsi – dört hetts nume Schueh und Chleider geh und im oberste Stock no ä Feinkostabteilig, wo sehr international gsi isch, alles was mer sich nur wünsche chan bis hi zur schwiizer Schoggi und Fondue. Au musikalisch simmer no underhalte worde vonere superspielende Meitli mit sinere Spielzügflöte – schrecklich oder villicht simmer jo eifacht scho z’müed gsi
So jetzt erschtmol ächli Schloof nohhole…bis morn!
PS: Han no was, das ich sehr als nervend empfinde a dene Russe do und zwor müend sie sich bi jedere Warteschlange füredrängle und sind sehr ungeduldig…Mann, huere asozial!
PPS: Han hüt do i dä Metro no es Filmli und Föteli gmacht – muess säge das ganze System funktioniert sehr riibigslos und au no in unglaublich churzem Fahrtakt!
Wladivostok durchwandert
Publiziert am | 24 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Gastblog-Eintrag Fabian Ringli:
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So hüt isches also so wit gsi und mir händ s Endziel vo üsere Reis erreicht: am Morge am achti simmer nochere erholsame Nacht im Zug (ämel für mich – dä Pascal hät sich e chli zfescht vomne die ganz Nacht grausam hueschtende Russ ablenke loh) z Wladiwostok acho. Am Bahnhof häts wie scho z Moskau äs chlises Monument gha wo üs dra erinneret hät, das mir grad 9288 Kilometer mitem Zug zruckgleit händ (mir händ für das übrigens 146 Stund brucht, also öppe 6 Täg).
De Wäg zum Hostel hämmer souverän gmeischteret: in richtige Bus igstige, ade richtige Haltistell usgstige und erscht no am richtige Ort glütet. Dä Hostelbsitzer hät wie üblich än völlig verschlofene Idruck gmacht und isch noch öppe 2 Sätz wieder i sis Bettli verschwunde. S Hostel lit äs bitzeli usserhalb vo dä Stadt i somne richtig grusige russische Betonblock, aber da ganze befindet sich uf sonere schmale Halbinsle, so das me uf beid Site vom Hostel us s Meer gseht. Mit Meeresrusche wirds aber trotzdem nüt wel dä Grossteil isch gfrore.
Nochdem mer am wunderschöne Suneufgang zueglueget händ (d.h. so irgendwänn noch dä 9i) und ä chli zmörgelet händ, hämmer üs dänn au scho wieder mit em Bus uf id Stadt gmacht.
Als erschts isch döt wieder mol än Museumsbsuech agstande, da mol imne Regionalmuseum. Näbscht dä obligate usgstopfte Tierli (wo mir langsam aber sicher alli uswändig und mit latinischem Name känned) und unzählige russisch beschriftete Gegeständ und Föteli hämmer do au no öppis über en gwüsse Yul Brynner erfahre, wo än russisch-mongolisch-schwizerische Hollywood-Schauspieler gsi isch und mir aber bis hüt nöd kännt händ. Wie scho geschter hät üs d Stägefüerig i dem Museum wieder mol ganz schön zum Narre ghalte, jedefalls simmer am Schluss vo de Usstellig plötzlich imne Ruum glandet wo üs ä Dame klipp und klar gseit hät mir seged do falsch, so dasmer schliesslich dur mehreri Etage und ganz viel Stäge wieder durs ganz Museum zruck händ möse. Womer dänn dä Usgang gfunde händ hät üs dä Garderobeheini (wie anschinend allne Gäscht) unbedingt e riesigi Biig Büecher, Hefter und Prospekt wele mitgeh und er hat sich au nid devo abbringe loh womer ihm gseit händ mir verständed da Züg eh no. So hämmer die Biig dänn ganz unuffällig möse vergesse.
Nochem Zmittag imne Kafi simmer dänn ines Ozeanarium wos ganz viel läbigi Fischli z gseh geh hät (z.T. richtig grossi und si händ gröschteteils ä chli schöneri Aquarie gha we die z Chabarowsk). Im obere Stock häts dänn no ganz viel igleiti Viecher gha (so Tüüfseeunghür wo v.a. de eint vo üs zwei nur no grusig gfunde hät).
Nocheme churze Abstecher ufs gfrorene Meer simmer uf üsere Museumstour dänn im Feschtigsmuseum glandet wo aber ener chli en Flop gsi isch. D Feschtig sälber isch recht unspektakulär gsi und de Inhalt isch eifach us Unmenge a Pischtole, Bildli und Charte bestande wo mir natürlich wieder emol nüt verstande händ.
Aschlüssend simmer dänn chli dur d Stadt zottlet, am Lenin-Platz verbi (wos fasch i jedere Stadt git) bis zumne ufgstellte U-Boot wome hät chöne besichtige. Döt drin isches denn zimli eng gsi, nid nume wel me teilwis fasch uf allne Viere dur so chlini Löcher hät möse chrüche, sondern au wels no e Schuelklass mit ganz vil chline schreiende Chind drin gha het.
Als nögschtst simmer dänn anere komische Frau, wo mit Tuube gschwätzt hät, verbi zum Funiculaire (heisst au uf russisch so). Mit däm simmer für öppe 15 Rappe ufen Hügel ufeghöterlet und händ vo döt ufd Stadt abeglueget. D Ussicht isch zwor gross gsi, aber schön chame däm nid unbedingt säge. Landschaftlich wärs zwor nid so übel: d Stadt befindet sich uf mehre Hügel und Halbinsle direkt am Meer und däzwüsched häts immer wieder mol e Bucht. Nume isch leider alles komplett mit Hochhüser und grusige Wohnblöck überzoge und d Buchte sind ein riesige Hafe. Als wär da nonig gnueg hät do anschinend sonen Oberbürgermeischter beschlosse er mösi no sones richtigs Prestigeobjekt anestelle: es wird im Moment grad e extrem gigantischi Hängebrugg über alles inebaut wo alles überragt und dä Heimatschutz garantiert kei Freud dra het.
Nochdem mer vomne gstresste Hochzitsfotograf äs Erinnerigsbildli schüsse loh händ, hämmer üs wieder an Abstieg gmacht und sind zruck is Hostel wo mer üs no äs Knorr-Süppli kochet händ und dänn früe is Bett sind, wel dä morgig Tag jo weg dä Zitverschiebig 7 Stund länger wird we än normale.
PS: Mir hend jetzt grad no en Artikel im Netz zu dere riesige Brugg do i dere Stadt gfunde: Online-Artikel
Nachtrag: Für dä Znacht hämmer no wele äs Brot go chaufe, aber do mir bis jetzt no niened richtig normals Brot gfunde händ hämmer scho dänkt da chönt wieder schwierig werde. Do simmer prompt ane dütsch agschribni Bäckerei anegloffe. Dinne hämmers mol ganz optimistisch mit “Brot” probiert, aber die guet Verchäuferin hät gar nüt verstande und so hämmer dänn ebe uf “chljeb” gwechslet. Da hät si kapiert, aber frisches Brot häts trotzdem nid geh. Die Frau isch nämli schnurstracks zum Tüüfchüeler gloffe und hät üs äs steihart gfrores Brot abotte und üs klar gmacht das da s einzig seg wo si hät. So hämmer da dänn halt kauft und da isch denn bis zum Znacht au tatsächlich meh oder weniger uftaut gsi – komischi Bäckerei.
Stadtrundgang & 9289 km | Chabarovsk-Wladivostok
Publiziert am | 23 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Nochere erholsame Nacht imene gnueg lange Bett hend mir üsen Tag do in Chabarovsk mitemene selbergmachte Früehstück im Hotelzimmer agfange (jo wenns do halt nid inbegriffe isch!). Ah jo denn hani unbedingt no es sones komischs Grätli müesse usprobiere, welli han wölle wüsse was das denn isch? Also hani s igsteckt i de Steckdose und es hett agfange chroose – ah also en Radio (und nid es Luftbefüechter, gell Fabian…) mit nume eim Sender. Upps plötzlich hetts klöpft und denn noch es paar Sekunde agfange sehr komisch stinke…wäh – also lieber widär usstecke!
Denoch hemmer es Gepäck abe a d’Reception broocht zum Istelle bis am Obig. Tja und tatsächlich das hett problemlos funktuoniert, aber glaubs au numme will ich wehement druf bestande han und erklärt han, dass üs das geschter eine vo de Reception (mit Name erwähnt, han en mir nämlich genau gmerkt!) üs versproche hett.
Denn isch es use i d’Stadt gange und zwor z’erscht schnuurstracks zum Fluss Amur – dä isch natürlich komplett gfrooge gsi bi dene Temperature (es isch würklich widär sehr frisch gsi, so um d’Nase und d’Bagge). Uf dem Fluss hemmer einersiits Eisfischer gseh und anderersiits au no Löcher, wo mer anschiinend es berüehmte Eisbaden praktiziert…brrrr, mir hend jo so scho chalt!
Dä erschti Museumsbsuech isch denn agstande (endlich widär i d’Wärmi) – es regionale Heimatmuseum mit ganz viel Gschicht rund um Russland visualisiert mit verschiedenschte Föteli, Dokument und Gegäständ – alles natürlich nume Russich beschilderet, aber einiges hemmer doch chönne entziffere oder herleite. Au es schöns gmolets 360-Grad Panorama vomene Bürgerchrieg hetts gha und z’erwähne isch au diä sehr komischi Treppeführig – sehr verwirrend bi 5 Stöck.
Üsen nöchschte Bsuech isch inere Kunstgallerie gsi, dört simmer widär ächli komisch empfange worde und vo Person zu Person gschickt worde für üses Billet z’chaufe. Au üsi Schueh hend sich denn no müesse bekleide, denn dä schöni Holzparkettbode dörf natürlich nid beschmutzt werde. Bilder ansich sind nid eso speziell gsi, im zweite Stock hetts denn sogar sottig moderni Kunst gha, dass es für üs unverständlich worde isch
Im кафе “Chocolate” hemmer denn en verspötete Z’mittag ignoh (Fajitas und Lachssuppe) und hend müesse merke, dass diä Stadt do doch ächli tüürer isch als Bisherigi. Denn plötzlich simmer luutstarch dra erinneret worde, dass hüt jo d’Vaterlandsverteidigungs-Tag isch, denn uf em noheglegene Platzs hetts Demonstratione gha vo dä LDP (Liberaldemokratische Partei) – mir glaubet diä sind gegä dä Putin.
Nochher simmer uf d’Suechi nochemene Fischaquarium-Museum. Dört acho isch üs mit Schrecke vor Auge gführt worde, wiä eng mer ganz viel Fisch imene somene Glashuus chan halte – uhi ganz schlimm, hend denn diä do no nüt ghört vo Tierschutz!
Als Abschluss vo üsere Sightseeingtour isch es denn zumene Denkmal zum 2. Weltchrieg gange und es isch scho no recht imposant gsi und nid eifach es “Brünneli”, gell Fabi! Es hett dört ganzi Lischtene vo Gfallene gha, wo im Stei igmeisslet gsi sind – scho recht krass wiä viel das gsi sind! Hinder dem imposante Monumet isch no ä schöni Chile mit goldigem Dach trohnt. Nochere Umkreisig und emene Bsuech im Innere simmer denn zrugg Richtig Hotel und hend eigentlich vorgha üs inere Schokoladniza mit Torte und Tee d’Ziit bis zur Zugabfahrt z’versüesse, doch leider hett üs dä hüttig Fäschttag än Strich dur d’Rechnig gmacht – es Kafi isch voll gsi…tja denn halt es anders Kafi mit Tee und Öpfelstrudel.
Nochemene nid eso erfolgriiche Marktbsuech ufgrund üsere Nahrigsmittelufstockig für diä letscht Zugsreis, simmer denn is Hotel und hend üses Gepäck übercho vom dütschsprechende (oder amels fascht sprechend…kennt immerhin d’Grasholpers!) Portier.
Mit em Trämli isch es zum Bahnhof gange und öpä 30 Minute vor Abfahrt (20.30 Uhr Lokalziit) simmer in 3.Klass-Zugswage igstiege – ui das isch jo do sehr modern und komfortabel (vom WC über d’Bett bis hin zum Tisch isch alles sehr edel – das chammer doch fascht nümme 3. Klass nenne und das fühlt sich gar nümme eso richtig noch “Transsib” a), so hend do Zugsnummere doch no ihri Bewandtnis (je tüfer desto besser…).
Au üsi Nochbere sind recht cool und zwor sinds zwei jungi Studente (en Bueb und es Meitli), wo englisch rede chönd und sehr offe sind (au betreffend Kritik am eigene Land
).
So jetzt wärs also sowiit üsi letschte Kilometer mit dä Transsib lieget vor üs während dere Nacht und morn Morge simmer denn am Zielpunkt in Wladivostok – do chunnt jo fascht Wehmuet uf…snief!
Jetzt freu ich mich aber erschtmol uf ä Zugsnacht imene ungewohnt lange Bett i dere moderne 3. Klass…bis bald!
PS: Ah jo üses Hostel in Wladivostok hemmer no müesse bueche und zwor widär mol telefoniere, wells uf Emails nid gantwortet hend (isch jo nid witärhin erstuunlich…) – uff isch das tüür rund 8.- CHF für knapp 2 Minute Gspröch (mir hettet doch lieber au no es Gspröchsguethabe uf mini Megafon-SIM ufeglade).
8523 km | Skorovodino – Chabarovsk
Publiziert am | 22 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
So au dä zweiti volli Tag im Zug isch meh oder weniger ruhig verloffe, mir hend einerseits es längschte Tunnel vo dä Transsib mit 2.2 km und denn no diä längschti Brugg über dä Fluss Amur mit ebenfalls enere ähnliche Längi überquert. Aber suscht isch es nid eso sehr spannend gsi; d’steppeartigi Vegetation hett sich mit Waldhügel abgwechslet.
Im Zug dinne isch es doch einigermasse amigs sporadischerwiis spannend worde. Entweder bin ich uf dä Suechi nochere freie Steckdose für mis Natel in unbekannti Gefilde cho und au so behandlet, denn hani müesse lärne wiä mer Nüssli mit dä Zäh knackt (dä eint Nochber hett nume gstuunet über mini Handknacktechnik und gmeint ich segi so no bis Wladivostok dra mit Nüssli knacke…) und dass mer do Konservedose mit em Messer direkt ufsäblet.
Au es paar komischi Nochbere hämmer churzfristig übercho für diä eint oder ander Bahnhofstation – zwei voll verpeilti älteri Herre, wo glaubs em Stereotyp “Wodkatrinker” voll entspreched. Sie sind aber nid nume vo üs schepps aglueget worde und das nid zu unrecht, denn dä eint hett z.B sini Notdurft im Wageübergang bi Minustemperature erlediget, als ich grad zruggcho bin vo minere Steckdosesuechi. Au üs hend sie ihrersiits sehr als ä “fremdartige Person” (hüttigi Froog im Kreuzworträtsel) erläbt und üs nümm us dä Auge loh.
Insgesamt hend mir uf dere Zugstrecki verschiedeni Klasse vo Persone kenneglernt – diä einte hend eim ignoriert und mir sie au, denn diä Andere hend a eim so sehr Freud gha, dass es nervend worde isch, widär Anderi sind so komisch gsi, dass mir sie eigentlich hend welle miede und diä Letschte sind diä Angnehmschte gsi, söttigi wo nett gsi sind und sich für eim uf ghobenem Niveau interessiert hend. Also ihr gsehnd au do in Russland sind diä underschieichschte Personegruppe vorhande
Churz vor dä Sächsi sind mir denn do in Chabarovsk acho und hend dä Zug chönne verloh. Schnurstracks sind mir mit em richtigi Tram zum Hotel (jo das mol würklich äs richtigs Hotel, denn i dere Stadt gits keis Hostel oder was Ähnliches). Dört acho hett üs öpä diä gwohnti Situation erwartet – kei englisch verstohendi Agstelle und nid es würklichs fründlichs Empfange und keinerlei Anzeiche vo Serviceleistige für dä Gast! (“whithout breakfast”)
Nochem Rasiere und Dusche im Hotelzimmer simmer denn i d’Ichaufsstross zum es кафе z’finde um mol widär was Warms in Buuch z’becho – zwor nid grad das was mer sich vorgstellt hett (griechischer Salot und Pizza bzw. Spaghetti bolognese), aber egal!
No öpis, wo üs do ufgfalle isch und zwor erschiints dene Lüüt do, egal wo mer isch, so abwegig en Usländer aztreffe, dass wenn mir amigs eifach uf englisch afanget rede, sie jewiils im erschte Moment gar nid schnallet, dass das Englisch isch sonder, dass mir eifach undütlich Russisch redet und sie üs drum nid verstönd…scho no witzig
Sodeli das wärs vo hüt und sorry, dass i nid eso viel Föteli han, aber mis iPhone isch emol churzfristig mangels Energie tot gsi…
PS: Mir lieget jetzt grad i üse Bett und lueget simultanübersetzti englisch-russischi Blockbusters…
7306 km | Chita – Skovorodino
Publiziert am | 21 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
So eigentlich isch dä hüttig Tag schnell verzellt, denn mir hend än vorallem mit Zufahre verbrocht vom Morge bis am Obig! So chömmemer üsem Endziel em Pazifik und Wladivostok in grosse Schritt immer nöcher…
Was do suscht no so abgoht im Zugswage isch hauptsächlich ächli us em Fänschter luege und diä vorüberziehendi Landschaft (heiss uf Russisch im Fall glich und d’Bedütig isch ebefalls deckugsglich) gnüsse, denn ab und zue was Schwätze mit dä Nochbere (so guet es denn halt goht…), denn zwüsched dure emol ächli russischi Folklore vomene schâppernde Natel lose und dezuä no es Krüzworträtsel löse.
Ah jo jetzt hani beinah es Wichtigste vergesse und zwor äs sich Verpflege, das wird do in regelmässige Abständ fascht rituell zur Ziitüberbrückig praktiziert. Au mir misched do chräftig mit – Z’Morge mit Honigbrot, Ei und Tee, dänn Mittagesse mit kaufte Momos (Teigtäsche gfüllt mit Härdöpfel) vo dä Babuschkas vom Bahnsteig, und als Z’Nacht Instant-Nudeln mit Brot und denn no en zünftige Dessert bestehend us Süssgebäck hauptsächlich gfüllt mit Karamelcreme. Ah jo und denn ganz um Schluss no es Bettmümpfeli us gräuchertem Fisch (ok, das isch natürlich nid freiwillig gsi, aber sones Agebot vom Nochber ablehe, wäri nid eso diä feini Art…do muess mer jetzt dure!).
Jo das wäri also was hüt so dä langliebi Tag passiert isch, ah jo ich hani fascht no vergesse erwähne, wiä schlecht mini letschti Nacht do im Zug gsi isch – aber will jetzt nid witär druf igoh, aber eis mueni denn doch no erwähne und zwor isch es dusse während dä Nacht glaubs recht frisch gsi (gschätzt um di -35 Grad), well erschtens hani do im suscht heisse Zug chalt übercho und mich mitere Wulledecke zuedecke und zweitens hetts am Morge inne am undere Fenschterrand Rauhriif und Iis gha!
Was sich eigentlich dusse eso vor üsem Fenster abspielt isch z.T ächli monoton – Wälder us Birke und Tanne, Hügel und Wiesene und ächli Schnee und zwüscheddure amigs no es Städtli (wo vorallem us em Bahnhof und vilä Holzhüsli bestoht..). Was vorallem dra fasziniert isch di unendlichi Wiiti vo dem riesige Land – noch üsne Schätzige fahred mir mit dä Transsib beinahe 1/3 um d’Welt (uf dem Breitegrad bezoge natürlich)!
Guet Nacht (hoffentlich besser als geschter!) und bis bald…
6198 km | Ulan-Ude – Chita
Publiziert am | 20 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Hüt hends mir bim aufstoh relativ gmüetlich gnoh, well uf üsem Tagesplan nid eso viel Sache gstande sind. Um di Nüni hend mir denn aber d’Fädere doch verloh und es erschte wo mir (oder besser gseit dä Denis – üsen Hostelbsitzer) gmacht hend isch nomol en Versuech z’starte mit em Bueche vomene Hotelzimmer in Khabarovsk – tatsächlich es hett klappet, ok dä Priis wüssed mir zwor nonig aber hoffemer mol sie ziehnd üs nid über dä Tisch
Wiä scho fascht Tradition hetts denn Z’Morge geh in üsem scho as Herz gwachsene Kafi – das mol Brot mit Honig und dezuä en Tee und en Smoothie bzw. Saft. Das mol isch d’Rechnig sogar no tüüfer gsi als geschter….
Grad churz noch dä Öffnig vom geologische Museum am Elfi hend mir dört ganz vili Stei chönne bewundere – es hett sogar Kunst geh us dene Materialie (ganz kitschigi Steibildli).
Mit em Trämli isch es drufabe zum lokale Markt gange um üs dört mit Lebensmittel für diä anstohendi zweitägigi Zugfahrt i z’decke (Brot, Chäs, jenschti Suessware, Banane, Tee und rohi Eier, wo mir denn im Hostel no gschwind kochet hend (wo mir zweimol hend müesse poschte well diä erschte Zwei bim Falleloh vom Ichaufssack natürlich vertätscht sind)). Au em Sputnik-Supermarkt hemmer no gschwind en Bsuech abgstatte, das vorallem wegem z’Trinke. Es Poschte funktioniert also langsam scho recht problemlos, ok mängsmol bruchet mir denn scho no d’Hilf vom Russisch-Büechli oder vom Übersetzigs-App vom iPhone, nume mängsmol erstuunt mich immer no, dass do d’Verchäufer sehr unmotiviert sind, aber villicht isch das jo normal?
Zrugg im Hostel hemmer üs denn langsam parat gmacht zum uf dä Bahnhof z’goh, d.h. Zämärume und Packe und es letschti mol än rächte Toilettegang z’verrichte.
Vollbepackt isch es denn z’Fuess zum Bahnhof gange und riibigslos (nochdem mir au no usegfunde hend uf wellem Gleis üsen Zug fahrt) ihstiege und uf üsem Sitz bzw. Bett i dä 3. Klass Platz gnoh (mir sind widär emol nid würklich i dä Nöchi vonenand platziert worde, aber zum Glück isch nid alles bsetzt und so hemmer mindischtens während em Tag bim Sitze chönne nebedenand si und quatsche…).
Nebed üs hetts widär emol es paar Hüehner, wo sehr Freud hend a üs, hans Gfühl sie hend sich scho dä ganzi Obig über üs luschtig gmacht – aber egal
Diä erschte Kilometer noch Ulan-Ude sind landschaftlich sehr reizvoll und abwechsligsriich gsi – Hügel mit Tannewälder und steppeartigi flachi Graslandschaft und das alles mit erstunlich wenig Schnee bedeckt!
Ah jo mit hend glaubs scho widär ä Ziitzone übersprunge, sind üs aber nid eso einig wieviel und sowieso isch das mit dä Ziite und em Sunnestand alles ächli komisch, denn je wiiter mir in Oste chömmed desto länger hell isch es am Obig (jetzt scho fascht bis am 19.30 Uhr und das im Februar!).
So jetzt lieh diä erschti Nacht im Zug vor üs und morn Morge söttemer denn noch einige Kilometer scho noch Chita si…hoffe ich chan ächli penne i dem churze Kajütebett
PS: I dä Schwiiz hett hüt jo für üs Beidi d’Schuel widär agfange – scho no komisch soviel Kilometer weg devo z’si…
Ulan-Ude unter der Lupe
Publiziert am | 19 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Üsen hüttig Tag hemmer ächli langsam agoh loh mit emene gmüetliche und feine Z’Morge imene Kafi mit Waffle und Ahornsirup.
Mit em Marschroutentaxi isch es denn ungefähr in 15 Minute use zumene Freiliechtmuseum über diä verschiedene lokale Ethnien mit ihrne Behuusige. Zuäsätzlich hetts dört no en Zoo geh mit ebenfalls dä lokale Fauna bestohend us emen kollerische Bär (siehe Video), zwei wullehoorige Kamel, emene bissige Wolf und emene Rehntier mit nur emene halbe Gweih. Uh jo do während em Zoobsuech hani denkt jetzt verlüri mini Zeche – es isch so bitterchalt gsi trotz steahlendblauem Himmel. Au üsi eigne Spieltrieb sind denn no befriediget worde, well mir hend d’Möglichkeit zum Iisschlittle üs nid entgoh loh (well mir kei Skihose agha hend, sondern nume Jeans, hend üsi Händsche als Schlittelunterlag anehebe müesse…)!
Zrugg im Stadtzentrum bim gröschte Lenin-Kopf sind mir denn es Billet für üsen Balletobig gogä bsorge (es hett sogar no eis geh, ohni irgendwas vorzreserviere und au dä Priis hett sich chönne gseh loh mit 16.- CHF pro Person!).
Zum Z’Mittagesse simmer denn i d’Ichaufsstross und hend ä Pizzeria gfunde, wo mir üsi Energiereserve hend chönne uffülle. Ich han mich denn no dezue entschiede mir en chürzere Hoorschnitt z’verpasse und dä Coiffeur däzuä isch au schnell gfunde gsi underdesse isch dä Fabian gogä Poschte im Supermarkt für dä Z’Nacht (Fotzelschnitte mit Zimt-Zucker). Ich han erschtmol müesse bim Astoh zum Coiffeur usefinde, wer nume uf öper wartet und wer würklich en Hoorschnitt möcht verpasst ha. Noch einiger Ziit und demonstrativem Innestoh im Wartelokal isch denn en Friseurstuehl freiworde und ich han Platz gnoh und mit em öpä einzige Satz, woni uf Russisch bererrsch hani minere Coiffeuse klar gmacht, dass ich us dä Schwiiz bin – я из швейицария. Somit hett si ufghört mit mir Russisch z’bable und mir hend beidi uf Zeichesprooch gwächslet. Hett eigentlich alles guet klappet, mini einzig Sorg isch gsi, dass i am Schluss zu churzi Hoor han, aber ich bin relativ z’friede mit em Ergebnis und das bi dem Priis vo umgrechnet knapp 11.- CHF sowieso. Noch enere fründliche Verabschiedig vo minere burjatische Coiffeuse hend mir üs beidi denn widär im Hostel troffe und sind drufabe denn zum Opere- und Baletttheater (es Gebäude vo usse isch scho mega schön, aber wenn mir inne dä Theatersaal mit sine Verzierige gseht isch mer baff…) marschiert um üs emene Balett zum Thema
“Tausend und eine Nacht” z’erkwicke.
Zrugg im Hostel sind denn diä Fotzelschnitte i d’Pfanne cho und mir hend au no probiert es nöchschte Hotel in Khabarovsk z’reserviere, wells anschiinend nume so würdi funktuoniere. Doch ihr chönd eu jo denke, wiä das widär emol usecho isch – englisch isch es Fremdwort und Touriste sowieso unerwünscht. Sogar mit Hilf vo üsem Hostelgastgeber hetts nid klappet, denn bi ihm hetts zwor nid wiä bi üs gheisse “no room, no room”, sondern ihm isch relativ harsch erklärt worde, dass im zum jetzige Ziitpunkt kei Reservationen agneh werde chönd, es zueständige Department hegi morn ab em Nüni widär offe! Üsen Gastgeber hett nume gmeint, das segi halt no es Hotel, wiä noch sowejtischem Vorbild – uff mol luege was do no uf üs zuächunnt
So das wärs emol vo üsem Sunntig do in Ulan-Ude, morn lueget mir denn no paar Museen a bevors am Mittag mit dä Transsib witär goht Richtig Khabarovsk.
5640 km | Irkutsk – Ulan Ude
Publiziert am | 18 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Hüt Morge hett üsen Wecker um di Achti glütet und mir hend denn üses Gepäck widär parat gmacht, hend no gschwind es Hostel zahlt und sind denn zur nöchstglegene Trämlistation vollbepackt gloffe.
Knapp vor dere Haltistell hett üs doch sones Trämli überholt und mir hends somit verpasst, doch kei Problem es fahret jo gnueg vo dene. Doch denkste, grad es paar Minute wo mir scho d’Haltistell erreicht gha hend, isch üs es relativ demolierts Auto vo dä andere Siite entgegecho. Han do scho ä Vorahnig gha, dass was passiere chönnt und tatsächlich grad es paar Sekunde spöter hend mir i de nöchschte Kurve chönne zueluege, wiä das ebe beschribäne Auto in es Anders hinne inetütscht isch und denn devo grast isch! Das widärum isch denn uf dä Stross stohblibä und hett genau d’Trämlischiene blockiert – ouh nei jetzt chunnt üses nohende Trämli natürlich au nid dure. Ich glaubs dä Zwüschedfall hett dä ganzi Morgeverchehr durenandbroocht.
Mir hend üs denn zwungenermasse also au müesse entscheide z’Fuess zum Bahnhof z’goh. Uff isch das
müesam gsi und vorallem chalt am morge früeh, wenigschtens simmer aber gnueg früeh dra gsi und sind nid Gfohr gloffe üsen Zug uf Ulan-Ude z’verpasse (jo jo üsi Hostelfrau isch sehr erstuunt gsi, wieso mir eso viel vorher scho zum Bahnhof gönd, aber mir sind glaubs scho dra gwöhnt, dass do in Russland einiges schief goh chan und mir somit gnueg Puffer ibaut hend…sind mir schlau!).
Rund 30 Minute vor Abfahrt isch dä Zug in Irkutsk igfahre und mir hend üses ganze Gepäck i üses Abteil verlade, damit mir no gschwind händ chönne go Verpflegig poschte (Brot, O-Saft, Striichchäs und Tee).
Denn isch es au scho losgange mit dä Zugfahrt noch Ulan-Ude und zwor mir zwei und en wiitere junge asiatisch ussehende Bueb imene Viererabteil.
D’Landschaft vor em Zugsfänschter isch um einiges spannender gsi, also bisher bi üsere Transsib-Streckene. Mit Tannewälder bedeckti Hügel, Uferbereich am Baikalsee und höchi Gebirge sind so diä geomorphologischi Forme do gsi…
Noch dere rund 8-stündige Fahrt simmer denn pünktlich churz vor em Sechsi am Obig in Ulan-Ude acho – üsen erschte Iidruck: zwor ä so grossi Stadt wiä Züri (sie mached do sogar Werbig fürs oder mit üsem Matterhorn – siehe Bild) aber dennoch sehr gmüetlich und sehr chlinrümig! Mol luege öps do gnueg z’seh git für üs bis am Mäntigmittag…
D’Suechi vonere Unterkunft hett sich do sehr als sehr unkompliziert erwiese – üses gfundene Hostel im Internet isch bewohnt gsi und somit hend mir ganz eifach chönne als Gäscht empfange werde – so muss das sein!
Susch hani eigentlich nümme viel z’verzelle zu dem doch eher ruhige Tag…aber es muess jo nid immer voll Action si, macht eim nume müed










































