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Reykjavik I

Publiziert am | 16 August 2011 | Kommentare deaktiviert

Gastblogeintrag von Florian:
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Nachdem ich jetzt eine gefühlte Ewigkeit über den Titel des heutigen Blogeintrags diskutiert habe (Diskussionspartner: Inhaber dieses Blogs, den Lesern bekannt als “Basgal” (ich dachte immer er heisse Pascal, aber besagte Person hat mich in den vergangenen 17 Tagen (wow, sind wir wirklich schon so lange auf dieser regnerischen, windigen, sandigen, vegetationsarmen, meist schwarzen, oft aber auch erstaunlich farbenfrohen, abwechslungsreichen und vogelreichen (ich würde an dieser Stelle gerne alle aufzählen, angefangen bei Küstenseeschwalben über Goldregenpfeiffer bis zu Singschwänen, aber dieser Satz ist schon jetzt viel zu lang… Am besten ich fange noch mal von vorne an…

Also… Hæ, ich bin der Flo und werde gerade gezwungen einen Blogeintrag zu verfassen, was dabei rauskommt seht ihr ja… An alle Leser, die besseres vorhaben als stundenlang Blogeinträge zu lesen, hier eine Kurzzusammenfassung des heutigen Tages: Viel Flora, wenig Fauna, eine sagenumwobene Perle, Gott auf und in Island und endlich ein Vulkanausbruch! So, wenn es nach mir ginge würde ich jetzt aufhören zu schreiben, aber seit meine Kreditkarte nicht mehr ordnungsgemäss funktioniert (also seit heute), bin ich auf die Gunst meines Reisepartners angewiesen… Hier also die ausführlichere Version (keine Angst, sie wird nicht so verschachtelt wie der erste Satz (obwohl das ja gar kein vollständiger Satz war, nur wildes Durcheinander (auf französisch heisst das méli-melo, eines meiner Lieblingswörter))))) (Ich mache zur Sicherheit ein paar Klammern mehr, nicht dass am Schluss eine ganz allein in der Luft rumhängt!):

Ausgeruht erwachten wir heute morgen in unseren weichen Gästehausbetten und verspeisten ein einfaches aber sättigendes Morgenmahl. Dann machten wir uns auf, um die nördlichste Hauptstadt der Welt zu erobern. Als erstes verschlug es uns in den Botanischen Garten der Stadt, in dem Pascal voller Freude sämtliche bunten Blumen fotografierte. Da der Eintritt in den nebenanliegenden Zoo kostenlos war, beschlossen wir auch den lieben Tieren einen Besuch abzustatten. Die “Tiere” entpuppten sich als Kühe, Pferde, Schweine, Hühner und wenigen anderen Vier- und Zweibeinern, darunter ein einsames Rentier und ein mindestens genauso einsamer Polarfuchs. Hühner- und Schweinestall stanken zudem erbärmlich zum Himmel (dagegen waren die Schwefeldüfte der heissen Quellen direkt wohltuend).

Auf den Zoo folgte ein Spaziergang zur Perle Reykjaviks, der “Perlan”. Dieses hochmoderne Gebäude thront als gläserne Halbkugel auf einem Hügel über der Stadt. Dementsprechend kann man das Auge über die Megasuperhypermetropole (für isländische Verhältnisse, mit 120000 Einwohnern aber immernoch übersichtlich) schweifen lassen. Das Innere der Perlan ist erstaunlich leer, sie beherbergt lediglich einen Souvenirshop, ein Restaurant mit versalzener Pilzsuppe und Tomatensuppe mit Speck, und schliesslich eine Ausstellung mit nachgebauten Szenen aus der Historie Islands (mit sehr echt aussehenden Puppen, ähnlich Madame Tussaud in London).

Auf dem Rückweg zurück in die Innenstadt besichtigten wir das Wahrzeichen Reykjaviks, die Hallgrímskirkja. Die Kirche wurde architektonisch der isländischen Landschaft angepasst, aussen basaltsäulenartig, innen weiss und karg wie die Gletscher und das Hochland. Einen Unterschied zur Natur ist jedoch augenscheinlich: während Berge, Flüsse und Gletscher wohl noch ein Weilchen bestehen werden, weist das Kirchenschiff bereits erste Risse auf.

Zum Abschluss unserer ersten Erkundungstour schauten wir uns Filme über ehemalige Vulkanausbrüche auf Island an, darunter auch der des Eyjafjalla. Leider wahr sowohl die Qualität des Filmmaterials als auch der Kommentare nicht gerade fesselnd, weshalb wir nach dem ersten Teil der Vorstellung weiterzogen.

Hungrig kehrten wir schliesslich in einem indischen Restaurant ein und liessen uns mit allerlei Köstlichkeiten verwöhnen.

So, mein Zimmergenosse braucht sein iPhone wieder nachdem ich es jetzt gefühlte 2.5 Stunden blockiert habe. Ganz liebe Grüsse an dich und dich und jaaaa, an dich natürlich auch. Tschüss aus Island, morgen schreibt Basgal wieder (warum wohl…?)
Flo

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