Baikalsee – Listvyanka II
Publiziert am | 17 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Churz vor em Nüni simmer beidi ufgstande und denn uf direktem Weg zum ersehnte scho vorbereitete Z’Morge (ganz viel Omelette) gstürzt. Mit vollem Buch hend mir alles packt und es obligate dick und warm alegge vollzoge und hend üs denn vo dä Rita und em Sascha verabschiedet.
Relativ schnurstrack (gjagt vo bellende Hünd, wos do a fascht a jedem Huusegge git) sind mir use uf dä See gwanderet und denn paralell zur Küste Richtig Baikalmuseum und Ussichtsberg. Dä Himmel hett kei einzigs Wülchli gha und dementsprechend hend mir üses Minimum bezüglich Temperatur vo üsere bisherige Reis erreicht – Minus 23 Grad, do isch eim buechstäblich dä Atemdampf direkt a dä Jacke zu Rauriif erstarrt! Also wenns nume es bizeli gluftet hetti wäred mir glaubs erfrore, aber so windstill und mit Sunneschi isch es no einigermasse ushalbar gsi…
Defür isch dä Spaziergang uf em Baikalsee dä Hammer gsi - mega schöni Liechstimmig mit Iis und Schnee und alles hett glizeret! Noch rund einere Stund sind mir denn widär as Land und händ es Museum über dä Baikalsee bsuecht. D’Usstellig isch mega schön gmacht gsi und wäri us naturwissenschaftlicher Sicht sicher mega spannend gsi, wenn mer Russisch verstande hetti, denn es isch eim genau erklärt worde wiä dä tüfschti See vo de Wält mit rund 20% vo dä Süesswasser-Reserve, entstande chönti si. Aber dä Bsuech hett sich allemal glohnt, au wenns nume wege dä iheimische Fisch im Aquarium gsi isch.
Noch dem Bseuch isch ä Wanderig uf en Ussichtsberg agstande, doch z’erscht hemmer emol dä Istieg i dä Weg finde müesse – also widär emol ganz viel Passante demit beläschtige. Es hett schlussendlich au klappet und mir sind voremene Skilift gstande, jo Richtig Skilift, sie fröned do also au dem Wintersport. Es Skigebiet isch zwor nume us dem Ussichtsberg bestande mit jewiils eim Sessellift und emene Schlepplift und denn no etwa drü Pischte. Au Skifahrer selber hetts nid dähufe gha und Pischte sind erscht gar nid prepariert gsi, wiä das bi üs de Fall wäri.
Mir hend denn au dä Sessellift gnoh zum uf dä Bergspitz z’cho und nochemene kurze Marsch hend mir dä usgwieseni Ussichtspunkt erreicht – mega cooli Ussicht über en grosse Teil vom Baikalsee und sinere Umgebig inklusive em Usfluss dä Angara. Super Glegeheit für zum ächli Z’Fötele…!
Churz ä Teepause im “Bergrestaurant” und denn widär abe mit em Sesseli und zrugg zur Autobushaltistell bim Museum. Denn mir hend üs uf dä Rückweg noch Irkutsk gmacht noch dem zweitägige Usflug an Baikalsee. Mir hend denkt es zrugg cho mit somene Büssli chenti no schwierig werde ganz so ohni feschte Fahrplan, doch mir chönd üs jo au mol im Negative irre, denn alles hett riibigslos klappet, noch rund 15 Minute hett sones Gfährt aghalte und üs ufgablet. D’Fahrt zrugg noch Irkutsk isch dasmol nid eso ä Raserei gsi, dä Fahrer isch relativ human umekurvt.
Acho in Irkutsk simmer sogar z’mittzt im Zentrum bim Markt (und nid dört wo mir bi de Hiireis noch Listvyanka igstiege sind usserhalb bim Autobusbahnhof) und das isch üs sehr gläge cho, denn erschtens hemmer denn grad für üsen Z’nacht chönne go poschte und zweitens simmer nöcher bim Hostel gsi.
Glaubs hüt sind üsi Nerve für eimol nid ganz eso starch strapaziert worde wiä suscht amigs, denn fascht alles wo mir planet gha hend hett ohni Problem funktioniert – isch jo fascht langwiiilig
Zrugg im Hostel hend mir denn emol selber kochet und zwor Spagetti mit selber gmachte Tomatensauce (mir hend alli Zuetate frisch uf em Markt becho – Tomaten, Rüebli, Zwieblä, Chnobli und Basilikum; nume dä Chäs zum Raffle isch nid eso eifach z’finde gsi – am Schluss hend mir anschiinend es Produkt us oder noch Art vo dä Schwiiz i üsem Ichaufsbütel gha) und emene im Markt kaufte Salot (mir hend do eifach verschiedeni Gmües chönne uswähle bimene Marktstand – fein isch er denn au gsi).
So morn geits wiiter mit em Zug noch Ulan-Ude…
Baikalsee – Listvyanka I
Publiziert am | 16 Februar 2012 | 1 Kommentar
Uff also hüt Morge am halbi Achti, wo mis Natel glütet hett, hani aber mega Müeh gha zum mich ufzraffe zum us em Bett z’cho – kei Wunder dusse iisigchalt und im Bett wohlig warm
Mir hends denn Beidi aber doch no gschafft, hend üses chline Gepäck packt und es grossi Gepäck im Hostel abgstellt. Denn simmer au scho widär parat dusse uf dä Stross gstande und hend eigentlich äs Кафе zum Z’Morge esse gsuecht, doch es hett nid würklich söttigi gha oder wenn jo denn sinds no gschlosse gsi (isch jo klar, Morge am halbi Nüni isch jo no viel z’früeh…Ironie).
Denn hemmer üs halt ohni volle Buch zum Autobusbahnhof gmacht und sobald mir us em Trämli gstiege sind, hett üs scho es Marschroutentaxi aghuupet, anschiinend gsehnd mir immer no noch Touriste us und die wönd schliesslich noch Listvyanka. Ok mit eifach Istiege isch es denn aber nonig getan, mir händ nämli fascht 45 Minute müesse warte bis mir abgfahre sind, well sones Gfährt fahrt ebe erscht, wenn alli Plätz bsetzt sind! (ok es isch am Schluss immer nonig voll gsi…aber egal). D’Fahrt uf Listvyanka hett öpä nume rund 1 Stund duuret, hetts aber dennoch insich gha – Kamikazefahrt uf schneebedeckte Strosse mit regem Gegenverkehr (also besser nid noch füre dur Frontschiibe luege, suscht Angscht!).
Heil acho i dem Städtli hemmer üses vorreservierte Hostel Sascha müsse finde, und das isch widär ä grösseri Herusforderig gsi ohni Charte und Strossenäme. Nochdem mir es paar mol hi und her gloffe sind und mit Hilf vo Passante isch es denn glunge – Wow das isch glaubs diä schönschti und heimeligschti Underkunft bis jetzt und denn au no mitemene fründliche Gast-Ehepärli.
Mit enere Planskizze vo dä Hostel-Muetter i dä Hand, hend mir üs denn alsbald uf dä Wäg gmacht zum “Dog Sleding Center”, wo mir vorgha hend zum echli Hundeschlitte z’fahre. Dört acho hend mir erschtmols nid eso viel Beachtig übercho, es hett zwor Lüüt gha (äs Fensehteam, zwei jungi Manne und es älter Päärli) aber die hend sich nid für üs interessiert. Also simmer echli dumm i dä Gegend umegstande und hend ächli dä Huskis, wo dörte gsi sind, zuglueget. Doch plötzlich isch en Hundeshlitte azrase cho und en ältere Herr hett üs agsproche und gfrooget öb mir au gern möchtet Schlitte fahre. Gesagt getan. Dä Fabian und ich sind nochenand öpä 5 km go Schlitte fahre dur dä Tannewald i dere schneebedeckte Märlilandschaft. Mir hend sogar jewiils selber im Stoh gstüüret, am Afang hett mer scho chli Respekt gha vo dere Sach aber denn isch es gange, dä älteri Herr isch jo uf em Schlitte au debi gsesse und hett Komandos geh sine Hünd. Also ich hans uf jede Fall als lässigi Erfahrig chönne abbueche…hett Spass gmacht!
Zrugg im Hostel hend mir üsi selbergmachte Sandwiches verdruckt und hend ä gueti Stund gruebet. So geg di halbi Vieri simmer denn is Dorfzentrum gloffe, aber nid uf irgend enere Stross, wiä ihr jetzt wohrschinlich vermuetet, sondern uf em gfroorene Baikalsee – mega lässig eifach so druf chönne z’laufe, jo sogar mit em Auto z’fahre! Es hett zum Teil entweder viel Tüüfschnee gha oder blankes Iis, oder sogar Iisschollene am Ufer.
Üsen Spaziergang zum Dorfzentrum isch fascht zunere Wanderig usgartet und mir hend äs Ufer vom Baikalsee entweder vom Land oder vom Iis us gründlichst beguetachtet. Als denn d’Sunne am Horizont am undergange gsi isch, hani ghofft, dass diä versperrende Wulche ächt verschwindet, damit ich cooli Föteli chent schüsse, doch ganz knappt hetts leider nid glanget, aber es Wätter isch suscht im Verglich zum Schneegstöber vo geschter viel besser gsi (mir hend üs sogar mit Sunnecreme müesse ischmiere!).
Z’Nachtesse hetts denn imene normale Restaurant (und nid Kafe, wiä suscht immer) geh. D’Underschiid sind einerseits im viel höchere Priis und anderersiits au im Esse, äs isch viel exklusiver (bi üs hett ganz viel Fisch direkt us em Baikalsee geh, eimol chalt in zwei Variante und denn no warm mit Gmües und Härdöpfel als Biilag – also warm hett mir dä Meeresbewohner gschmeckt, aber chalt, ich weiss nid eso recht…).
So jetzt höcklemer i üsem schone Holzzimmer im Hostel und freued üs uf ä ruhigi Nacht (do uf em Land isch es mucksmüslistill) und dä astohendi inkludierti Z’Morge…
PS: Irgendwie isch Russland ächli ä Servicewüeschti, hend das widär emol gmerkt bimene Kafibsuech do – bschtelle muess mer am Trese und au es Esse wird eim nid an Tisch brocht!
Stadt Irkutsk
Publiziert am | 16 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Gastblogeintrag Fabian Ringli:
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Nochere ziemlich erholsame Nacht – mir sind z zweite imene Viererabteil gsi, wa dänn eigentlich de erschte Klass wür entspreche – simmer hüt am Morge z Irkutsk acho. Scho bald hämmer feschtgstellt dases do zimli warm isch, äs hät grad emol -11 Grad, däfür häts gschneit wie verruckt und alles isch scho tüf verschneit gsi. Nocheme mässig gmüetliche Zmorge im Wartsaal hämmer dänn üsi Bagasch möglichscht schnäll wele loswerde und sind si drum im Luggageroom go istelle – üses online vorbuechte Hostel hät üs äbe per Mail mitteilt dasmer ersch am Nomittag am Vieri inechöned. Als nögschst wär dänn dä Pascal fasch verhaftet worde wel ers gwogt hät dä Bahnhof z fötele wa i däm komische Land strengstens verbote isch. Er hät dänn dä Polizischt miteme andere Föteli vo dä Stross chöne besänftige. Jo und dänn sind üsi Nerve wiederemol – wie eigentlich fasch jede Tag und au nid s letscht Mol für hüt – arg strapaziert worde: Mir händ nämli wele äs paar witeri Zugbillett chaufe und usserdem usefinde öb ächt d Zirkumbaikalbahn (sonen Tourischtezug am Baikalsee noh wo eigentlich uf üsem Programm gstande isch) am Dunschtig fahrt. Leider häts jetzt aber i däm nid allzu grosse Bahnhof a öppe siebe verschiedene Ort Bahnschalter. Die befinded sich a allne mögliche verschiedene Egge und jede vo däne hät anschinend sind eigete Ufgobebereich. Leider wüsseds aber sälber nid weli das da sind und so simmer natürlich x-mol hin und her gschickt worde bis üs öppe all Agstellte kännt händ. Öppe drü Stund nochdem mer acho sind simmer dänn endlich stolzi Bsitzer vo äs paar witere Bahnbillett gsi und händ erfahre das die Baikalbahn im Winter gar nöd fahrt. Das da würkli stimmt glaubemer bis jetzt nonig so ganz.
Nocher simmer dänn ändlich id Stadt wo uf dä andere Siite vom Angara-Fluss lit und zwor mitem Trämli. Und – oh Wunder – s Trämli isch genau so gfahre wes het söle und mir sind uf Ahieb fasch am richtige Ort usgstige. Als erschts simmer dänn zum Märt und händ vorusse än Stand mit so brune Dinger wo we Caramel usgseh händ atroffe. Aprise word isches üs dänn als Chaugummi doch im Muul häts sich zimli schnäll als Chautabak usegstellt und isch drum extrem schnäll im Abfallchübel glandet – so öppis grusigs! Nochdem mer dänn no di feine Sache ufem grosse und schöne Märt beguetachtet händ, simmer dänn go d Stadt aluege. Die hät üs ächt gfalle wel obwohl si 500’000 Iwohner hät würkt si a vielne Stelle ener wenes Dorf – s hät uh viel chlini verlottereti Holzhüsli und Bäum. Däzue ane isch alles no tüf verschneit gsi. Uf üsem Rundgang hämmer dänn zersch mol än Halt imme sehr chline aber im Verglich mit andere sehr türe Naturkundemuseum gmacht – äs isch eigentlich nume use paar schöne usgstopfte Tier und äs paar uralte Ufpasserinne bestande wo sich köstlich amene am Bode ibländete interaktive Multimediaspieli amüsiert händ. Ersch nochdem mor chli mürrisch dri gluegt händ wel s Museum so chli gsi isch hät üs än nette Herr inen Näbesruum gführt wo miteme Netz uskleidet gsi isch und ganz viel läbigi riesigi und farbige Schmetterling beinhaltet hät. Aschlüssend hämmer dänn ä Rundi durd Stadt trüllt und händ däbi paar schöni Chile wo fein noch Weihrauch gschmöckt händ besichtiget, änere luschtige Wachablösig bim ewige Füur zueglueget und äs Gländer am Fluss entdeckt wo alli Irkutsker Liebespärli äs Schloss mit Härzli druf amached. D Suechi nocheme Kafi zum Zmittag ässe hät sich als ungwöhnlich schwierig usegstellt, däfür hämmer festgstellt dases do a jedem Egge – würkli a jedem – ä Apothek hät, für was au immer. Nochdem mer doch no eis gfunde und üs mitere wiitere Borschtsch-Suppe gstärkt händ, hämmer probiert usefinde mit welem Bus mir ächt zum anschinend sehenswerte Angara-Staudamm chömed. Da isch wieder emol ganz schön knifflig gsi wel äs git au i däre Stadt – obwohl dä ÖV do rächt guet funktioniert – wie überall weder Fahrplän no Linieplän ade Haltistelle. Schliesslich simmer imene Marschroutetaxi glandet (äs chlises ängs 15er-Büssli wo eifach denn fahrt wänns voll isch) und da hät üs au tatsächlich as richtige Ort brocht. Nume isch dä Damm nid würkli sehenswert gsi und so simmer mitem Bus wieder äs Stuck zruck und z Fuess über äs paar gmeinförlichi Strosse zumne Museumsiisbrecher. Dä hät vo usse no schön usgseh, inne ischer nid wahnsinnig liebevoll igrichtet gsi, aber äs hät äs alts Ehepäärli gha wo üs freudig empfange het und üs au grad no ä Privatfüerig in Maschineruum botte hät.
Nochdem mer üs dänn ufem Märt no mit Essware für de Z acht ideckt händ, simmer zruck an Bahnhof gos Gepäck hole und dänn ab i üses vorbuechte Hostel. Doch wie chönts au andersch si, äs hät wieder emol gar nüt klappet und dä Tag hät sin nervliche Höhepunkt erreicht. Äs isch nämlich kein Chnoche umegsi bi däm Hostel, mir sind vor verschlossene Türe gstande und wäme aglüte hät häts gheisse: “zur Zeit nicht verfügbar”. So isch halt d Suechi nocheme neue Hostel losgange. Scho noch zwei Telefonarüef simmer aber fündig worde, händ üsen Rucksack gschulteret und sind mitem Trämli döt hi. Atroffe hämmer dänn tatsächlich äs gmüetlichs und sympatischs Hostel mitere unkomplizierte Gaschtgeberin wo flüssend Englisch cha und so simmer dänn erschöpft is warme Bett plumpst.
5185 km | Krasnojarsk – Irkutsk
Publiziert am | 14 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
So öpä am halbi Nüni sind mir ufstande (früehner lohnt es sich eh nid, wells eh erscht noch dä Nüni do hell wird…), hend denn üsi Sache packt, hend Z’Morge im Zimmer geässe und sind denn zur Reception abe. Dört hett üs denn diä jungi charmanti Frau mit dä Hand am Kopf erwartet. Ihre hend mir denn wölle klar mache, dass mir üses Gepäck gern möchtet istelle bi ihne bis noch em Mittag. Mir hend ghofft, dass sie hüt villicht echli kulanter segi mit üs und üsne Wünsch und tatsächlich sind mir denn zu üsem Ziel cho (wenn au mit Google-Übersetzigshilf und Zätteli schribä, aber egal).
Denn isch en Bsuech im Heimatmuseum agstande, doch vor em Igang hemmer gmerkt, dass mir ä Stund z’früeh dra sind, wells erscht am 11 Uhr ufmacht. Drum hend mir diä Stund halt i de Stadt mit Poschte vo Lebensmittel für üseri witeri Zugsreis verbrocht (ok ehrlich gseit isch sind diä 60 Minute eher vergange mit dä Suechi nocheme Supermarkt – en nette Herr in flüssendem Englisch hett üs sogar doch no en gueti Hiwiis chönne geh).
Zrugg bim Museum hend mir denn au offeni Türe gha und sind üs dinne ächli gogä umeluege – viel Sache hend mit historischerwiis nid eso kennt, aber d’Usstellig isch liebevoll gstaltet gsi!
Öpä genau zur Mittagsziit hetts üs denn ines Kafi (in Russland isch es “кафе” ebenes eifachs Resti) und hend in churzer Ziit ä Suppe und en Hauptgang mit Chäs bzw. Härdöpfel verdruckt, schnell wells mir pressant gha hend uf dä Zug!
Churz zrugg zur Reception, churz verabschiede vo dem gspässige Hostel-Team und denn mit em Bus (tönt jetzt di widär eifacher als es in Realität isch, denn mer muess erscht mol dä richtig Bus finde!) schnurstracks an Bahnhof. Pünktlich isch dä Zug agschribä mit Moskau-Peking uf em Perron 3 und Gleis 6 ihfahre und mir sind in letschte Wage igstiege – hei komisch diä fahred do amigs so langsam in Bahnhof i, dass es bestimmt 5 Minute duuret bis er endlich stillstoht
So und jetzt leget mir wiiteri Kilometer Richtig Vladivostok zrugg und stieget morn Morge denn in Irkutsk am Baikalsee us…
Schneegestöber in Krasnojarsk
Publiziert am | 13 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Churz noch em Siebni Ortsziit sind mir vom liebe stellvertretende Zugsbegleiter gweckt worde (also mich hett er mit sine chalte Finger a mim Arm gweckt, bin grad ufgschreckt und im erschte Moment verwirrt gsi…), damit mir es Usstiege i üsem Zielbahnhof Krasnojarsk jo nid verpasset.
Nachdem mir üsi Sache packt hend und üs vo dä Nochbere verabschiedet hend simmer denn endlich widär emol ächli usegange zum Zug und sind direkt imene chalte Wintermärli mit heftigem Schneegstöber itaucht (so stell ich mir “richtige” Winter vor – Hammer!).
Mir hend üs denn grad entschieden bevor mir dä Bahnhof verlönd is Stadzentrum, dass mir üsi nöchschte Zugbillet chaufet – gesagt getan und wells grad unheimlich problemlos alles klappet hett demit, hend mir grad au es übernöchste Billet au scho poschtet. Das mol hend mir üs wirdär für ächli feudaleri Verhältnis entschiede und zwor es Viererabteil i dä 2. Klass
(nochdem churze Bett…).
Denn hend mir üs mit em Taxi uf direktem Weg ines usgwählte Hostel gmacht und zwor in eis wo anschiinend Registratione für d’Gäschte abwicklet. Dä Taxifahrer isch ächli en Halsabschniider gsi und hett viel z’viel vo üs verlangt, aber so isch es halt wenn mer so einsam als Tourist i dere Johresziit underwägs isch
Acho im Hostel, hett üs ä Drüergruppe vo Fraue hinder dä Reception begrüesst und wiä – diä eint hett scho vo Afang a en Lätsch bis am Bode abe gmacht und hett bis üsne Wünsch nume no d’Auge vertrüllet und sich an Kopf glanget, denn diä Eint hett gar keis Wort usebroocht und diä Letscht hett ächli Englisch chönne defür hett sie kei Ahnig vo ihrem Hotel gha (d’Duschi hend mir zerscht mitenand müesse go sueche…!). Shlussendlich hetts denn für üs doch no es Bett geh, zwor in zwei Einzelzimmer, aber egal, defür gsehts mit dä Registration vom Visum guet us (gsehnd mir denn morn, öb würklich…hoff).
Nochem wohlferdiente Dusche, Rasiere und Zähnputze hend mir denn no churz diä letschte Reschte vo üsem Z’Morgeproviant verdruckt und hend üs denn uf dä Wäg zur Touristeinformation gmacht. Ou nei, die Suechi noch dem isch au widär super gsi – luut Reiseführer sött si im Hotel Krasnojarsk si, doch döte acho, hetts nüt gha, also d’Souvenirverchäuferin irgendwie mit Hilf vom Sproochführer deno gfrooget und au ä Antwort mit Wägawiisig mit
Handzeiche becho, also widär use noch links ums Hotel, doch döte au Nix, also imene Ministerium widär mol nohfrooge und anderi Beschriibig becho. Schlussendlich simmer imene Shoppingcenter imene Reisebüro glandet und dört hett üs ä jungi Frau uf Englisch einigi vo üsne Frooge beantwortet betreffend Stolby-Nationalpark.
Mit em Bus Nr. 50 simmer denn au zum Ziel cho und hend üs denn uf dä zirka 8km langi Wanderweg gmacht zum Nationalpark und sine pitoreske Felsformatione. Dä Hiwäg het guet 2 h duret dur tief verschneiti Tanne-Birken-Wälder und am Zielpunkt hend mir denn au tatsächlich zwei vo dene Steitürm (russ. Stolby) gseh – mega schön und mit Schnee bedeckt.
Noch dem mir au dä glichi Rückwäg bi Chälti und Schnee gmeischteret hend simmer denn gegä Obig zrugg im Hostel gsi und hend üs für dä Z’Nacht parat gmacht.
Nochem Z’Nacht i de Stadt simmer denn no noch dä Achti is Kino und hend für guet 3.- CHF mehreri urkaninischi Churzfilm zum Thema “Liebe” gseh. Muess sägä einigi vo dene sin Hammer gsi – teschnisch und Ideenmössig sind sehr guet gmacht si, min Lieblings isch ä Liebi gsi zwüsched emene ältere Herr und em Klavierspiel vonere ältere Dame…snief…
So morn Morge hämmer nochli Ziit do in Krasnojarsk und denn gohts wiiter mit em Zug noch Irkutsk…
PS: Wenn ihr eu jetzt wunderet, was das Föteli mit em Kamm söll – ich han endlich eine gfunde, welli min dihei vergesse han!
Ah jo und denn hetts no eis vomene lässige Vogelhüsli, wo sehr kreativ do us Allem bestönd!
PPS: No was Allgemeins zur Stad Krasnojarsk, ich muess sege bis jetzt gfallt mir diä Stadt do am Beschte (d’Hauptstross isch schon mit traditionelle Gebäude gsümt, es git schöne Strosselampe und Absperrige, alles isch Schneebedeckt und es lauf überall diä glichi besinnlichi Musig us Luutsprecher – fascht wiä im Disneyland.
4104 km | Jekaterinenburg – Krasnojarsk
Publiziert am | 12 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
So mir hend jetzt scho widär ä ganzi Nacht hinder üs ohni nennenswerti Zwüschedfäll (han sogar besser gschlofe als letscht Nacht, nume han mängsmol en Chrampf i de Bei vo dem z’churze Bett).
Während em Tag hend mir au einigi km mit em Zug zruggleit. Mir hend öpä vier Nochbere (än junge Maa, es älters Ehepäärli und denn no en Ältere Herr), wo scho ganz Afang a mit üs im Zug sind, alli Andere wächslet recht flissig (aber werdet denn sofort gwarnt, dass do Usländer im Zug sind) und drum hend sie sich mit üs während dä letschte Stunde zögerlich agfründet. Englisch chan eigentlich nume dä älter Herr (äs hett mi eh dunkt er entsprechi voll nid üsne Stereotype vo Russe – kei Alkohol drinkt er, wenig Fleisch isst er und er weiss sehr viel über d’Wält) ächli, diä Andere schwaflet üs eifach mit Russisch voll oder mir probieret üs mit Händ und Füess (und sogar mengsmol mit Zeichnige) z’verständige. Mir hend hüt Mittag ächli über diä jenschte alltägliche Sache gschwätzt, bim Erkläre vo russischem Gmües und Tiere hetts denn diä eint oder ander komischi Situation (sogar nid direkt involvierti Zuggäscht hend sich köschtlich amüsiert und hend äs normalerwiis seltens Lächle gseh) geh, wo mir enand eifach nid verstande hend und sie gmeint hend mir kenned nid emol diä eifachschte Sache
Au mit Gsellschaftsspieli hend mir üs Z’vierte underhalte, zerscht hend mir üsne Nochbere es Spiel mit schwiizer Jasscharte erklärt und denn im Gegenzug hend sie üs es Doministei-Spieli erklärt. Isch no witzig gsi und d’Ziit isch so au schneller umegange. Am Schluss hett sich denn no usegstellt, dass dä älteri Herr en Spieli-Sammler isch und offenbar äs Aug uf üsi Jasscharte gworfe hett, well bevor er dä Zug verloh hett, hett er mir für 400 Rubel (umgrechnet rund 12.- CHF! scho chli viel oder, aber er hett druf bestande…) das Set abkauft.
D’Landschaft dusse isch recht flach und bestoht meischt us Birkewäldli, ächli Schnee und gelbbruuns Schilfgras und dezwüsched mängsmol einigi Datschas (Holzferiehüttli). Äs Wetter hett sich ächli gänderet und es schneit sogar es bitzeli.
So am früehne Obig simmer denn in Noosibirsk acho und hend rund 40min. Ziit gha zum Usstiege. Das hend mir denn au gnutzt und hend üs nochli mit Lebensmittel ideckt (hartgekochte Eier, wo aber scho widär halbgfrore sind am Kiosk, und bi Lüüt poschtet, wo glaubet “Vegetarianski” segi ä Nationalität…) und dä prunkig Bahnhof aglueget.
Im Zug chömet amigs Verchäufer verbi und wönd ihri Sache (ganzi tröchneti Fisch, kitschigi Hologrammbildli und rosafarbigi Strickchleider usw.) loswerde.
So jetzt no ei Nacht und denn simmer widär emol ächli dusse und nid am Zugfahre…freu mi druf mich endlich widär z’Dusche und vorallem d’Hoor zwäsche noch rund 3 Täg!
So jetzt hani grad no en Nochtrag und zwor hend mir jetzt grad no einigi Minute widär imene Bahnhof ghalte (mitlerwile isch es do jetzt 22.30 Uhr) und mir lieged beidi scho i üsne Kajütebetter do chunt doch üsi Zugsbegleiterin verbi und git üs je ä Hälfti vomene Vanillecornet (Glace esse bi fascht -20 Grad in Sibirien…strange) – ich glaubs mir hend üs do nett benoh, dass sie üs so gärn hett
1814 km | Nizhny Novgorod – Jekaterinenburg
Publiziert am | 11 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
So diä erschti Nacht imene Zug hend mir jetzt hinder üs, muess säge isch halt glich nid eso erholsam wiä imene Hostel. Mis Kajütebett isch ächli gar churz für mini Körpergrössi, es isch während dä ganze Nacht äs Cho- und Goh vo Lüüt bi jedem Halt und dä Zug holperet mängsmol ganz schön (han sogar mol ächli Schiss übercho, woni gfunde han jetzt rast er aber ganz heftig für sini Kondition!).
Am Morge wos grad scho hell worde worde isch bin denn au gli verwachet (ok glaubs bin eine vo dä Erchte gsi im ganze Wagon, aber mich hetts halt gwunderet wiäs Dusse eso usgseht…). Dusse hend also d’Birke glizeret im Sunneschi wiä wänns für Wiehnachte gschmückt worde wäred und das zwor wegem Rauhriif wos druf gha hend – mega schön und fascht scho kitschig
Mir hend underdesse scho zwei Ziitzone übersprunge und hend jetzt Moskauer-Ziit + 2h und somit zur Schwiiz + 5h. Aber das ganze mit dene Ziite spielt eigentlich kei Rolle well mer verlührt es Gfühl defür während dere endlosschiinende Zugsfahrt eh vollkomme. Dä Tagesrhytmus hett sich eh glaubs scho längscht em Sunnestand apasst.
Jo also wenni jetzt möcht verzelle, was alles eso passiert isch, isch das äbe eigentlich gar nid eso viel, hauptsächlich lueget mir us em Fenschter und lueget wiä sich d’Landschaft eso veränderet (leider nume amigs ganz allmählich, das git eim en Idruck wiä krass gross das Land eigentlich isch!), denn esset mir zwüscheddure ächli Öpis und drinket heisse Tee dezuä und wenns amigs en längere Stopp imene Bahnhof git, denn gömmer gschwind use go üsi Bei z’vertrete und frischi Luft z’schnappe (in Jekaterinenburg hend mir wo mir us em Zug gstiege sind sofort gmerkt, dass irgendwas Andersch isch als suscht und wo mir ä Azeigetafle mit dä Lufttemperatur gseh hend, hend mir au gwüsst was, es isch nämlich recht warm gsi, nume -8 Grad!).
So jetzt liegi i mim Kajütebett und diä nöchscht Nacht im Zug stoht a, mol luege wieviel Kilometer mir bis am Morge zruggleget. Muess also scho säge, nume reini Zugfahrt ohni Halt, fändi glaubs recht langwiilig, aber villicht wird jo dusse vor em Zugsfenster doch nochli spannender…
Stadtrundgang Nizhny Novgorod
Publiziert am | 10 Februar 2012 | 2 Kommentare
Nochere erholsame Nacht, obwohl äs Bett ächli knarrt hett, hend mir üs widär use i d’Chälti gwogt (es sind sogar Eiskristalle i dä Luft funkelnd umegwirblet…) und hend en erneute Alauf betreffend ÖV gmacht, denn mir händ welle üses Gepäck im Bahnhof istelle. Au nei, das isch widär ä Sach gsi, es schiint glaubs hoffnigslos, dass mir do jemols druschömed mit dem System – mir sind einigi Mol jewiils ei Station hi und denn widär zrugg gfaahre und hend langsam d’Billetverchäufer scho kennt.
Irgendwenn hends mir doch no über dä Fluss “Oka” zum Bahnhof gschafft, noch rund 1.5 Stund!
Nochem Gepäck istelle sind mir denn no schnell bimene Markt verbi, wo mir uf dä Hifahrt zum Bahnhof gseh händ. Äs hett ganz viel Mäntel, Socke und Chappe geh und d’Verchäufer sind ächli ufdringlich gsi (han sogar en Schupps übercho!). Inere agrenzende Markthalle hetts denn no Lebensmittel geh – erfroreni Tomaten, Fisch & Fleisch und Frücht, mir hend üs denn für zwei Banane und ächli Dörrobst entschiede.
Nochher isch es widär zrugg über dä Fluss i d’Altstadt zur Hauptshoppingstroos gange. Döte simmer denn imene rächt vornehm wirkende Kafi go Z’Mittag esse. Üsi Bedienig hett sogar Englisch chönne und üs also d’Spiischarte simultan ünersetzt. Drum hend mir au schlussendlich beinahe en Drügänger übercho mit Salot, Suppe und Lachs mit Riis als Hauptgang. Mir sind so ächli nervös worde wege dä folgende Rechnig, sind denn aber grad ächli baff gsi, well umgrechnet hetts für alles nur öpä 24.- CHF koschtet! Nid schlecht oder…?
Dänn hend mir diä gloorrichi Idee gha üses Visa no go z’ registriere und zwor bi dä Poscht, so wiäs i mim Reiseführer stoht. Aber üsi Vorahnige hend sich widär emol bestätiget – klappets hetts nid würklich, än einfache Stempel hend sie üs eifach nid welle geh, sie seget nid zuäständig und sowieso… Och Mann! Mir hend üs sogar müesse helfeloh vomene Afrikaner, wo Russich, Englisch und Französisch gredt hätt, er hett sis Beschte geh (diskutiert mit dä Poschtagstellte, telefoniert mit üsere Hostelfrau und emene Hotel in Krasnojarsk usw.), mir sind fascht beschti Fründe worde, hend uf jede Fall üsi Natelnummere scho ustuuscht. Einigi Sache, wo sie also verlangt hend isch ächli sehr suspekt und erinneret an sowjetischi vergangeni Ziite…aber ufrege lohnt sich glaubs definitiv nid.
Denn sind mir doch no dezuächo ächli d’Sehenswürdigkeite vo dere Stadt go z’beguetachte – Kreml, Stadtmuur und no zwei chlini Museen (i eim hett üs es ganz alts Fraueli mit Infos über d’Usstelligsstück zuetextet, natürlich für inverständlich in Russisch, isch aber härzig gsi
).
Nochemene abschlüssende Kafibsuech simmer denn erstuunlicherwiis ganz promt widär zrugg bim Bahnhof gsi, obwohl mir defür dä ÖV benutzt händ – villicht kapiert mer das doch glich irgendwenn emol.
Pünktlich sind mir denn am Obig mit em Zug abgfahre und sitzet jetzt für rund 2.5 Täg und meh als 3’500 km im Zug i dä Holzklass Richtig Vladivostok…bis bald!
441 km | Moskau – Nizhny Novgorod
Publiziert am | 9 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Am hüttige letschte Morge in Moskau simmer no gschwind uf en Markt gange zum en Hase z’chaufe, ah sorry ich mein natürlich ä russischi Pelzmütze! Wo mir a diä Marktständ anecho sind und diä erschte Verchäufer gmerkt hend, dass mir zu dä Gattig “Touriste” ghörtet, hend mir üs nümme würklich wehre und hend müesse uf dä Handel istiege. Also es Hasemodell isch nid grad es modernst (gsehnd demit jo au recht gspässig us vgl. Photo) und äs bizeli hoore tuet es au no…gruusig. Ok aber warm git si jo scho!
Nochher simmer no churz go einigi Lebensmittel go poschte für diä erschti Verpflegig im Zug – isch doch immer widär luschtig, eifach unbekannti Sache in Ichaufschorb z’legge…
Denn churz vor Eis sind mir uf em Perron vor dä Marke “0 km” gstande, wo also dä Afang vo dä Transsib markiert und sind denn allsbald au in Zug igstiege (am Afang no in falsch Wage, es entziffere vomene russische Billet isch gar nid eso eifach, aber es git do jo netti Zugbeglsiterinne…).
Pünktlich um 12.45 Uhr isch denn dä Zug mit üs losgratteret Richtig Oste.
D’Zugfahrt ansich isch nid eso ufregend gsi, es hett eher öpis beruhigends gha, diä endlose schneebedeckte vorüberziehende Birke-Tanne-Wälder. Amigs hetts au einigi Dörfer und Bahnhöf z’bewundere geh. Mir sind übrigens 2. Klass imene 4er Abteil greist und nume ein andere Pasagier isch denn irgendwo zu üs zuegstiege – also recht gmüetlich. Ah jo und natürlich au rächt warm mit bis zu gheizte 28 Grad, wenns gliichziitig dusse -20 Grad hett!
Also d’Internetverbindig mit em Handy funktioniert jetzt also würklich, mir hend eifach es paar Kilometer müesse äwäg si vo Moskau und dä Empfang isch au erstunlich guet.
Churz noch dä Sibni simmer denn di in Nizhny Novgorod acho und hend eigentlich üses organisatorische Vorgoh alles scho im Chopf duregspielt, doch wiä sich denn am Schluss hett müesse usestelle, hett ei Chlinikeit ä grossi ungwollti Chettereaktion usglöst – äs hett keis Bett meh gha im Bahnhof, es zweite Hostel ächli wiiterweg isch au voll gsi, äs dritte Hotel isch zu nobel und tüür gsi, en Telefonaruef bimene vierte empfohlene Hostel isch ohni Englisch sehr schwierig gsi, dä Portier vom Luxuxhotel hett üs denn es Taxi dört ane bstellt, well das Hostel z’ wiit weg gsi isch. Ok jetzt hend mir wenigschtens emol ä befriedigendi Übernachtigsmöglichkeit.
Denn simmer widär zrugg zum Bahnhof well mer vor luuter Hotel-Suechi vergesse hend es nöchschti Zugbillet z’ chaufe! Dä ÖV i dere Millionenstadt isch aber katastrophl, do chunt kein Sau druus – fahrt jetzt do es Trämli, en Bus oder ä Metro und wohi überhaupt?
Doch no irgendwiä acho im Bahnhof hend mir üse vorher usegsuechte Zugverbindige welle bueche, doch au do Sproochproblem (also mit vorhergehendem usführliche Notiere vom gwünschte Billet klappets am beschte, mündlich wills eifach nid hihaue) und denn au no ganz komischi Verbindige – üsen gwüschte Zug seg en Postzug und sowieso alles ächli komisch… Denn halt ächli umorganisiere mit dä nöchschte Zugsreis! Schlussendlich hend mir jetzt eifach halt än Halt usloh und fahred grad zum übernöchschte Halt!
Also zum ganze Wirrwar und Chaos mit dene lokale Lüüt do, chani nume eis sägä, diä Einte sind mega nett und probieret so guet wiä möglich z’helfe (z.B üsen hüttige Polizeihelfer vom Bahnhof) oder Andere hend eifah kei Luscht und Geduld emene somene Tourischt z’helfe (wiä diä jungi hüttigi Billetverchäuferin, wo üs schlissendlich keis billet meh hett wölle verchaufe!).
Uff mir sind jetzt grad ächli gschafft vo dem Chaos und hoffet, dass morn diä astehendi Stadtbesischtigung für alles ächli entschädiget…
Moskau – die Zweite
Publiziert am | 8 Februar 2012 | 2 Kommentare
Am Morge läutete der Wecker um genau 8.12 Uhr, aber aufgestanden sind wir etwa um 9.00 Uhr – aber das macht ja eigentlich nichts denn erst etwa um diä Ziit wirds dusse hell (upps jetzt hani grad gmerkt, dass i uf Hauchdeutsch gswitcht bin, sorry für das..).
Denn simmer in Richtig Roter Platz gloffe und hend üs underwägs äs Kafi zum Z’Mörgele gsuecht – das hend mir denn au schnell gfunde, aber es Bschtelle isch denn widär echli länger gange bi dem asiatische Russ. Äs Menü isch denn usere heisse Schoggi, emene Toast mit Mayonaise, Essiggurke, Tomaten, Chäs und Schinke und emene frischpresste O-Saft bestande. Ächli gwöhnigsbedürtig, aber egal…
Gmäss üsem Reiseführer hend mir denn ä Walking-Tour gstartet mit verschidene Chilene, emene Bonzeviertel, emene Souvenirlade mit Glöggli, enere Kosmetikmess inere ehemolige Markthalle und dä ehemolige Börse.
Währendem hani mir denn no ä Prepaid-Charte imene Handy-Lade (Megafon) kauft und muess scho sägä das Agebot isch würklich mega, do chent sich d’Swisscom ä Schibä abschnide – 1GB Datenflatrate für umgrechnet weniger als 10.- CHF für ganz Russland!!!
Zrugg uf em rote Platz hend mir denn wölle es Mausoleum vom Lenin go aluege, wo er ageblich bestattet sötti si. Mitemene Umweg rund um grossi Gebäude sind mir denn au irgendwenn iächo und hend üs widär irgendwie nid dä Situation gerecht verhalte – schwätze und au flüschtere isch nid erlaubt, d’Chappe muess mer abzieh und stohbliibe bi sinere Liich dörf mer au nid, hei ei ei, ächli schwiirig für üs…
Au äs Innere vo dä Basilius am rote Platz hend mir üs nid entgohloh.
Dennoch hetts en Spaziergang geh zur Tretjakov-Gallerie um üs au ächli kulturell wiiterzbilde – mit ganz viel Gmelde mit Portraits und einigi Landschafte. Also einigi Bilder sind so detailgetreu gsi und hend wiä Fotografie gwirkt, nid schlecht.
Imene noheglägene Vegi-Resti hend mir üs denn gstärcht mit Borscht und Falafel. Gliichziitig hets im Nebedruum no ä Showilag vom Choch geh, mir vermuetet äs isch ä Lebensmittelinspektion gsi oder so…
Vor luuter Ziitnot hend mir denn ächli müesse stresse und zwor wegem obendliche Opernbesuch. Also erschtmol mit dä Metro hi zum Ticket abhole, denn zrugg zum Hostel zum Umzieh und denn widär hi zur Opere und das alles mit Umstiege und zur Rushhour – uff do chunnt mer jo sogar bi -13 Grad dusse warm über!
Öpä genau uf d’Minute hetts denn au glanget für diä italienischi Opere “Lucia di Lammermoore”. Sitze imene weiche Stuhl bi warme Temperature – do isch Gfohr gross dass es eim verstriicht noch einige Stunde dusse a dä Chälti. Mir hends aber doch ohni Ussetzter gschafft…
Denn hend mir unbedingt üsen Schoggi-Durst müesse stille und zwor i dä gliche Kafi-Chetti wiä wo mir Z’morge gesse hend. Süessigkeite mit Torte sind dört eidütig besser als Toast mit Mayo!
Was mir do no betreffend Eigenheite usegfunde hend, dass do alli Türe d’Türfalle links statt rechts hend wenn mer druflos lauft und das verursacht bi üs betreffend Schloss schlüsse uf em WC oder Metro-Schwingtüre drucke oder zieh, ächli ä Verwirrig
Morn gohts wiiter mit em Zug noch Oste, sind scho ganz gspannt wiä das eso wird…
PS: Das Foti zeigt üses Hostel mit schöner Igangstür, ok inne gsehts nid gad eso uniladend us…















































