pascaltschudi.ch – blog

it's about me and my world…

4104 km | Jekaterinenburg – Krasnojarsk

Publiziert am | 12 Februar 2012 | Keine Kommentare

So mir hend jetzt scho widär ä ganzi Nacht hinder üs ohni nennenswerti Zwüschedfäll (han sogar besser gschlofe als letscht Nacht, nume han mängsmol en Chrampf i de Bei vo dem z’churze Bett).

Während em Tag hend mir au einigi km mit em Zug zruggleit. Mir hend öpä vier Nochbere (än junge Maa, es älters Ehepäärli und denn no en Ältere Herr), wo scho ganz Afang a mit üs im Zug sind, alli Andere wächslet recht flissig (aber werdet denn sofort gwarnt, dass do Usländer im Zug sind) und drum hend sie sich mit üs während dä letschte Stunde zögerlich agfründet. Englisch chan eigentlich nume dä älter Herr (äs hett mi eh dunkt er entsprechi voll nid üsne Stereotype vo Russe – kei Alkohol drinkt er, wenig Fleisch isst er und er weiss sehr viel über d’Wält) ächli, diä Andere schwaflet üs eifach mit Russisch voll oder mir probieret üs mit Händ und Füess (und sogar mengsmol mit Zeichnige) z’verständige. Mir hend hüt Mittag ächli über diä jenschte alltägliche Sache gschwätzt, bim Erkläre vo russischem Gmües und Tiere hetts denn diä eint oder ander komischi Situation (sogar nid direkt involvierti Zuggäscht hend sich köschtlich amüsiert und hend äs normalerwiis seltens Lächle gseh) geh, wo mir enand eifach nid verstande hend und sie gmeint hend mir kenned nid emol diä eifachschte Sache ;-)

Au mit Gsellschaftsspieli hend mir üs Z’vierte underhalte, zerscht hend mir üsne Nochbere es Spiel mit schwiizer Jasscharte erklärt und denn im Gegenzug hend sie üs es Doministei-Spieli erklärt. Isch no witzig gsi und d’Ziit isch so au schneller umegange. Am Schluss hett sich denn no usegstellt, dass dä älteri Herr en Spieli-Sammler isch und offenbar äs Aug uf üsi Jasscharte gworfe hett, well bevor er dä Zug verloh hett, hett er mir für 400 Rubel (umgrechnet rund 12.- CHF! scho chli viel oder, aber er hett druf bestande…) das Set abkauft.

D’Landschaft dusse isch recht flach und bestoht meischt us Birkewäldli, ächli Schnee und gelbbruuns Schilfgras und dezwüsched mängsmol einigi Datschas (Holzferiehüttli). Äs Wetter hett sich ächli gänderet und es schneit sogar es bitzeli.

So am früehne Obig simmer denn in Noosibirsk acho und hend rund 40min. Ziit gha zum Usstiege. Das hend mir denn au gnutzt und hend üs nochli mit Lebensmittel ideckt (hartgekochte Eier, wo aber scho widär halbgfrore sind am Kiosk, und bi Lüüt poschtet, wo glaubet “Vegetarianski” segi ä Nationalität…) und dä prunkig Bahnhof aglueget.

Im Zug chömet amigs Verchäufer verbi und wönd ihri Sache (ganzi tröchneti Fisch, kitschigi Hologrammbildli und rosafarbigi Strickchleider usw.) loswerde.

So jetzt no ei Nacht und denn simmer widär emol ächli dusse und nid am Zugfahre…freu mi druf mich endlich widär z’Dusche und vorallem d’Hoor zwäsche noch rund 3 Täg!

So jetzt hani grad no en Nochtrag und zwor hend mir jetzt grad no einigi Minute widär imene Bahnhof ghalte (mitlerwile isch es do jetzt 22.30 Uhr) und mir lieged beidi scho i üsne Kajütebetter do chunt doch üsi Zugsbegleiterin verbi und git üs je ä Hälfti vomene Vanillecornet (Glace esse bi fascht -20 Grad in Sibirien…strange) – ich glaubs mir hend üs do nett benoh, dass sie üs so gärn hett ;-)

20120212-220723.jpg

20120212-220744.jpg

20120212-220758.jpg

1814 km | Nizhny Novgorod – Jekaterinenburg

Publiziert am | 11 Februar 2012 | Keine Kommentare

So diä erschti Nacht imene Zug hend mir jetzt hinder üs, muess säge isch halt glich nid eso erholsam wiä imene Hostel. Mis Kajütebett isch ächli gar churz für mini Körpergrössi, es isch während dä ganze Nacht äs Cho- und Goh vo Lüüt bi jedem Halt und dä Zug holperet mängsmol ganz schön (han sogar mol ächli Schiss übercho, woni gfunde han jetzt rast er aber ganz heftig für sini Kondition!).

Am Morge wos grad scho hell worde worde isch bin denn au gli verwachet (ok glaubs bin eine vo dä Erchte gsi im ganze Wagon, aber mich hetts halt gwunderet wiäs Dusse eso usgseht…). Dusse hend also d’Birke glizeret im Sunneschi wiä wänns für Wiehnachte gschmückt worde wäred und das zwor wegem Rauhriif wos druf gha hend – mega schön und fascht scho kitschig ;-)

Mir hend underdesse scho zwei Ziitzone übersprunge und hend jetzt Moskauer-Ziit + 2h und somit zur Schwiiz + 5h. Aber das ganze mit dene Ziite spielt eigentlich kei Rolle well mer verlührt es Gfühl defür während dere endlosschiinende Zugsfahrt eh vollkomme. Dä Tagesrhytmus hett sich eh glaubs scho längscht em Sunnestand apasst.

Jo also wenni jetzt möcht verzelle, was alles eso passiert isch, isch das äbe eigentlich gar nid eso viel, hauptsächlich lueget mir us em Fenschter und lueget wiä sich d’Landschaft eso veränderet (leider nume amigs ganz allmählich, das git eim en Idruck wiä krass gross das Land eigentlich isch!), denn esset mir zwüscheddure ächli Öpis und drinket heisse Tee dezuä und wenns amigs en längere Stopp imene Bahnhof git, denn gömmer gschwind use go üsi Bei z’vertrete und frischi Luft z’schnappe (in Jekaterinenburg hend mir wo mir us em Zug gstiege sind sofort gmerkt, dass irgendwas Andersch isch als suscht und wo mir ä Azeigetafle mit dä Lufttemperatur gseh hend, hend mir au gwüsst was, es isch nämlich recht warm gsi, nume -8 Grad!).

So jetzt liegi i mim Kajütebett und diä nöchscht Nacht im Zug stoht a, mol luege wieviel Kilometer mir bis am Morge zruggleget. Muess also scho säge, nume reini Zugfahrt ohni Halt, fändi glaubs recht langwiilig, aber villicht wird jo dusse vor em Zugsfenster doch nochli spannender…

20120211-214419.jpg

20120211-214441.jpg

20120211-214508.jpg

Stadtrundgang Nizhny Novgorod

Publiziert am | 10 Februar 2012 | 2 Kommentare

Nochere erholsame Nacht, obwohl äs Bett ächli knarrt hett, hend mir üs widär use i d’Chälti gwogt (es sind sogar Eiskristalle i dä Luft funkelnd umegwirblet…) und hend en erneute Alauf betreffend ÖV gmacht, denn mir händ welle üses Gepäck im Bahnhof istelle. Au nei, das isch widär ä Sach gsi, es schiint glaubs hoffnigslos, dass mir do jemols druschömed mit dem System – mir sind einigi Mol jewiils ei Station hi und denn widär zrugg gfaahre und hend langsam d’Billetverchäufer scho kennt.

Irgendwenn hends mir doch no über dä Fluss “Oka” zum Bahnhof gschafft, noch rund 1.5 Stund!

Nochem Gepäck istelle sind mir denn no schnell bimene Markt verbi, wo mir uf dä Hifahrt zum Bahnhof gseh händ. Äs hett ganz viel Mäntel, Socke und Chappe geh und d’Verchäufer sind ächli ufdringlich gsi (han sogar en Schupps übercho!). Inere agrenzende Markthalle hetts denn no Lebensmittel geh – erfroreni Tomaten, Fisch & Fleisch und Frücht, mir hend üs denn für zwei Banane und ächli Dörrobst entschiede.

Nochher isch es widär zrugg über dä Fluss i d’Altstadt zur Hauptshoppingstroos gange. Döte simmer denn imene rächt vornehm wirkende Kafi go Z’Mittag esse. Üsi Bedienig hett sogar Englisch chönne und üs also d’Spiischarte simultan ünersetzt. Drum hend mir au schlussendlich beinahe en Drügänger übercho mit Salot, Suppe und Lachs mit Riis als Hauptgang. Mir sind so ächli nervös worde wege dä folgende Rechnig, sind denn aber grad ächli baff gsi, well umgrechnet hetts für alles nur öpä 24.- CHF koschtet! Nid schlecht oder…?

Dänn hend mir diä gloorrichi Idee gha üses Visa no go z’ registriere und zwor bi dä Poscht, so wiäs i mim Reiseführer stoht. Aber üsi Vorahnige hend sich widär emol bestätiget – klappets hetts nid würklich, än einfache Stempel hend sie üs eifach nid welle geh, sie seget nid zuäständig und sowieso… Och Mann! Mir hend üs sogar müesse helfeloh vomene Afrikaner, wo Russich, Englisch und Französisch gredt hätt, er hett sis Beschte geh (diskutiert mit dä Poschtagstellte, telefoniert mit üsere Hostelfrau und emene Hotel in Krasnojarsk usw.), mir sind fascht beschti Fründe worde, hend uf jede Fall üsi Natelnummere scho ustuuscht. Einigi Sache, wo sie also verlangt hend isch ächli sehr suspekt und erinneret an sowjetischi vergangeni Ziite…aber ufrege lohnt sich glaubs definitiv nid.

Denn sind mir doch no dezuächo ächli d’Sehenswürdigkeite vo dere Stadt go z’beguetachte – Kreml, Stadtmuur und no zwei chlini Museen (i eim hett üs es ganz alts Fraueli mit Infos über d’Usstelligsstück zuetextet, natürlich für inverständlich in Russisch, isch aber härzig gsi ;-) ).

Nochemene abschlüssende Kafibsuech simmer denn erstuunlicherwiis ganz promt widär zrugg bim Bahnhof gsi, obwohl mir defür dä ÖV benutzt händ – villicht kapiert mer das doch glich irgendwenn emol.

Pünktlich sind mir denn am Obig mit em Zug abgfahre und sitzet jetzt für rund 2.5 Täg und meh als 3’500 km im Zug i dä Holzklass Richtig Vladivostok…bis bald!

20120210-215018.jpg20120210-215051.jpg20120210-215134.jpg20120210-215542.jpg20120210-215629.jpg

441 km | Moskau – Nizhny Novgorod

Publiziert am | 9 Februar 2012 | Keine Kommentare

Am hüttige letschte Morge in Moskau simmer no gschwind uf en Markt gange zum en Hase z’chaufe, ah sorry ich mein natürlich ä russischi Pelzmütze! Wo mir a diä Marktständ anecho sind und diä erschte Verchäufer gmerkt hend, dass mir zu dä Gattig “Touriste” ghörtet, hend mir üs nümme würklich wehre und hend müesse uf dä Handel istiege. Also es Hasemodell isch nid grad es modernst (gsehnd demit jo au recht gspässig us vgl. Photo) und äs bizeli hoore tuet es au no…gruusig. Ok aber warm git si jo scho!

Nochher simmer no churz go einigi Lebensmittel go poschte für diä erschti Verpflegig im Zug – isch doch immer widär luschtig, eifach unbekannti Sache in Ichaufschorb z’legge…

Denn churz vor Eis sind mir uf em Perron vor dä Marke “0 km” gstande, wo also dä Afang vo dä Transsib markiert und sind denn allsbald au in Zug igstiege (am Afang no in falsch Wage, es entziffere vomene russische Billet isch gar nid eso eifach, aber es git do jo netti Zugbeglsiterinne…).

Pünktlich um 12.45 Uhr isch denn dä Zug mit üs losgratteret Richtig Oste.

D’Zugfahrt ansich isch nid eso ufregend gsi, es hett eher öpis beruhigends gha, diä endlose schneebedeckte vorüberziehende Birke-Tanne-Wälder. Amigs hetts au einigi Dörfer und Bahnhöf z’bewundere geh. Mir sind übrigens 2. Klass imene 4er Abteil greist und nume ein andere Pasagier isch denn irgendwo zu üs zuegstiege – also recht gmüetlich. Ah jo und natürlich au rächt warm mit bis zu gheizte 28 Grad, wenns gliichziitig dusse -20 Grad hett!

Also d’Internetverbindig mit em Handy funktioniert jetzt also würklich, mir hend eifach es paar Kilometer müesse äwäg si vo Moskau und dä Empfang isch au erstunlich guet.

Churz noch dä Sibni simmer denn di in Nizhny Novgorod acho und hend eigentlich üses organisatorische Vorgoh alles scho im Chopf duregspielt, doch wiä sich denn am Schluss hett müesse usestelle, hett ei Chlinikeit ä grossi ungwollti Chettereaktion usglöst – äs hett keis Bett meh gha im Bahnhof, es zweite Hostel ächli wiiterweg isch au voll gsi, äs dritte Hotel isch zu nobel und tüür gsi, en Telefonaruef bimene vierte empfohlene Hostel isch ohni Englisch sehr schwierig gsi, dä Portier vom Luxuxhotel hett üs denn es Taxi dört ane bstellt, well das Hostel z’ wiit weg gsi isch. Ok jetzt hend mir wenigschtens emol ä befriedigendi Übernachtigsmöglichkeit.

Denn simmer widär zrugg zum Bahnhof well mer vor luuter Hotel-Suechi vergesse hend es nöchschti Zugbillet z’ chaufe! Dä ÖV i dere Millionenstadt isch aber katastrophl, do chunt kein Sau druus – fahrt jetzt do es Trämli, en Bus oder ä Metro und wohi überhaupt?

Doch no irgendwiä acho im Bahnhof hend mir üse vorher usegsuechte Zugverbindige welle bueche, doch au do Sproochproblem (also mit vorhergehendem usführliche Notiere vom gwünschte Billet klappets am beschte, mündlich wills eifach nid hihaue) und denn au no ganz komischi Verbindige – üsen gwüschte Zug seg en Postzug und sowieso alles ächli komisch… Denn halt ächli umorganisiere mit dä nöchschte Zugsreis! Schlussendlich hend mir jetzt eifach halt än Halt usloh und fahred grad zum übernöchschte Halt!

Also zum ganze Wirrwar und Chaos mit dene lokale Lüüt do, chani nume eis sägä, diä Einte sind mega nett und probieret so guet wiä möglich z’helfe (z.B üsen hüttige Polizeihelfer vom Bahnhof) oder Andere hend eifah kei Luscht und Geduld emene somene Tourischt z’helfe (wiä diä jungi hüttigi Billetverchäuferin, wo üs schlissendlich keis billet meh hett wölle verchaufe!).

Uff mir sind jetzt grad ächli gschafft vo dem Chaos und hoffet, dass morn diä astehendi Stadtbesischtigung für alles ächli entschädiget…

20120210-010718.jpg

20120210-010740.jpg

20120210-010807.jpg

20120210-010819.jpg

20120210-010831.jpg

Moskau – die Zweite

Publiziert am | 8 Februar 2012 | 2 Kommentare

Am Morge läutete der Wecker um genau 8.12 Uhr, aber aufgestanden sind wir etwa um 9.00 Uhr – aber das macht ja eigentlich nichts denn erst etwa um diä Ziit wirds dusse hell (upps jetzt hani grad gmerkt, dass i uf Hauchdeutsch gswitcht bin, sorry für das..).

Denn simmer in Richtig Roter Platz gloffe und hend üs underwägs äs Kafi zum Z’Mörgele gsuecht – das hend mir denn au schnell gfunde, aber es Bschtelle isch denn widär echli länger gange bi dem asiatische Russ. Äs Menü isch denn usere heisse Schoggi, emene Toast mit Mayonaise, Essiggurke, Tomaten, Chäs und Schinke und emene frischpresste O-Saft bestande. Ächli gwöhnigsbedürtig, aber egal…

Gmäss üsem Reiseführer hend mir denn ä Walking-Tour gstartet mit verschidene Chilene, emene Bonzeviertel, emene Souvenirlade mit Glöggli, enere Kosmetikmess inere ehemolige Markthalle und dä ehemolige Börse.

Währendem hani mir denn no ä Prepaid-Charte imene Handy-Lade (Megafon) kauft und muess scho sägä das Agebot isch würklich mega, do chent sich d’Swisscom ä Schibä abschnide – 1GB Datenflatrate für umgrechnet weniger als 10.- CHF für ganz Russland!!!

Zrugg uf em rote Platz hend mir denn wölle es Mausoleum vom Lenin go aluege, wo er ageblich bestattet sötti si. Mitemene Umweg rund um grossi Gebäude sind mir denn au irgendwenn iächo und hend üs widär irgendwie nid dä Situation gerecht verhalte – schwätze und au flüschtere isch nid erlaubt, d’Chappe muess mer abzieh und stohbliibe bi sinere Liich dörf mer au nid, hei ei ei, ächli schwiirig für üs…

Au äs Innere vo dä Basilius am rote Platz hend mir üs nid entgohloh.

Dennoch hetts en Spaziergang geh zur Tretjakov-Gallerie um üs au ächli kulturell wiiterzbilde – mit ganz viel Gmelde mit Portraits und einigi Landschafte. Also einigi Bilder sind so detailgetreu gsi und hend wiä Fotografie gwirkt, nid schlecht.

Imene noheglägene Vegi-Resti hend mir üs denn gstärcht mit Borscht und Falafel. Gliichziitig hets im Nebedruum no ä Showilag vom Choch geh, mir vermuetet äs isch ä Lebensmittelinspektion gsi oder so…

Vor luuter Ziitnot hend mir denn ächli müesse stresse und zwor wegem obendliche Opernbesuch. Also erschtmol mit dä Metro hi zum Ticket abhole, denn zrugg zum Hostel zum Umzieh und denn widär hi zur Opere und das alles mit Umstiege und zur Rushhour – uff do chunnt mer jo sogar bi -13 Grad dusse warm über!

Öpä genau uf d’Minute hetts denn au glanget für diä italienischi Opere “Lucia di Lammermoore”. Sitze imene weiche Stuhl bi warme Temperature – do isch Gfohr gross dass es eim verstriicht noch einige Stunde dusse a dä Chälti. Mir hends aber doch ohni Ussetzter gschafft…

Denn hend mir unbedingt üsen Schoggi-Durst müesse stille und zwor i dä gliche Kafi-Chetti wiä wo mir Z’morge gesse hend. Süessigkeite mit Torte sind dört eidütig besser als Toast mit Mayo!

Was mir do no betreffend Eigenheite usegfunde hend, dass do alli Türe d’Türfalle links statt rechts hend wenn mer druflos lauft und das verursacht bi üs betreffend Schloss schlüsse uf em WC oder Metro-Schwingtüre drucke oder zieh, ächli ä Verwirrig ;-)

Morn gohts wiiter mit em Zug noch Oste, sind scho ganz gspannt wiä das eso wird…

20120209-001257.jpg

PS: Das Foti zeigt üses Hostel mit schöner Igangstür, ok inne gsehts nid gad eso uniladend us…

Moskau – die Erste

Publiziert am | 7 Februar 2012 | Keine Kommentare

Uff endlich liegi jetzt i mim relativ warme Schlofesack und chan mich ächli usruebe vo dem stressige erschte Tag do i dä russische Föderation…

Aber jetzt langsam alles vo Afang a.

Nochemene guet drüstündige Flug mit dä Swiss, sind mir do i dä Hauptstadt Russlands glandet und leider ächli zunere undenkbar ungünschtige Ziit – i dä Nacht am drü! Jetzt stellt sich d’Froog was mache, well dusse isch es dunkel und iisigchalt und dä ÖV Richtig Stadtzentrum macht au grad Pause bis am früehne Morge.

Also simmer im Flughafe ächli nochere Sitzglägeheit go sueche, leider hetts ächli z’wenig vo dänä gha. Aber defür isch es hammer heiss gsi dört – bin nume im T-Shirt dört am Bode gsässe. Üsi erschte Bekanntschafte mit dä finanzielle Institut do händ mir dört im Warteruum au grad dörfe schlüsse – Geld usespucke usemene Automat isch halt nid eso eifach ;-)

Am 6.00 Uhr simmer denn äs erschte mol gogä sibirischi Luft schnuppere und üsi Nase hett sich grad mit Gfrührbrand gmeldet obwohl mir nur es paar Minute dusse gsi sind, bevor mir in Highspeed Train (do bedütet das anschiinend nid Fahrgschwindigkeit, sondern eifach ohni Halt…) zum Zentrum igstige sind.

Um ganz zu üsem Hostel z’cho, hend mir müesse no uf d’Metro umstiege und defür hetts natürlich no es Billet bruucht. Das hetts denn au geh binere netti Kacca-Frau, aber nume mit Hilf vo üsem “Russisch für Änfänger”-Büechli, well Englisch isch für diä do ä schwiirigi Sprooch, geh…

Als mir denn us dä Zielstation vo dä Metro acho sind und jetzt dä Wäg zum Hostel under d’Füess gnoh hend, isch es dusse immer no dunkel und iisigchalt gsi – dä erschti Idruuck vo dere Millionestadt isch dementschprechend usgfalle.

Es Hostel hend mer denn au gfunde, sind aber vor verschlossene Türe gstande, aber mitemene Natelaruuef bringt mer dä Hostelbsitzer scho us em Bett. Well er no recht schloofbetrunke gsi isch, hett er üs halt nid sofort i dä lokale Gepflogeheite igweiht und mir hend erscht emol alle Pflotsch vo dusse is Huus brocht.

Mir hend üs denn grad entschide ächli Schloof nozhole und hend bis churz vor Mittag ächli pfuuset…

Am Mittag sind mir en Fahrplan für üsi Zuugsreis go poschte, au das isch luschtig vo statte gange – mit Kommunikationproblemli und emene zweiteillige Fahrplanposter im A3-Format als Endresultat.

Es Billet chaufe im entsprechende Bahnhof isch denn nonverbal abgloffe, mir hend alles uf es Blatt kritzlet, well mir vo dä vorhergehende Ereignis glernt hend.

Denoch hetts zum erschte mol ächli Sightseeing geh – roter Platz und Kreml. Au ächli en längere Spatziergang über d’Autostrossebrugg hett en zwor schöne, aber mega chalte Idruck vom Gebiet rund um dä Kreml üs verschafft.

Dä Verchehr doch isch au ächli anders als bi üs und ehrlich gseit ächli chaotisch, halsbrecherisch und luut…

Au en Supermarkt mit Marmorbode hend mir mit üsne Winterstifel und em drahaftende Dreck ächli igsauet, aber das mit Genehmigung vom Gschäftsführer!

Üsen Versuech ä Chappe noch russischer Art z’erlange, isch kläglich gscheiteret, dä beschribeni Markt im Reiseführer hett sich in Würklichkeit als Bauschtell usegstellt.

Au es Bade isch buechstäblich is Wasser gfalle, well es ä zu grossi finazielle Ufwendig gsi wäri.

Zrugg im Hostel hend mir üs denn dä poschteti Z’nacht vom Supermarkt schmecke loh – au wenn einigi unbekannti Köschtlichkeite däbi gha hett (än Art Quark oder Hüttechäs, aber ohni jegliche Gschmack).

So mor gits denn nochli meh Zluege do in Moskau…

20120207-233521.jpg

20120207-233542.jpg

20120207-233602.jpg

Transsibirische Eisenbahn im Winter

Publiziert am | 4 Februar 2012 | Keine Kommentare

Hoi mitenand

Morn Obig gohts also los mit em Flüüger ab noch Moskau und denn vo döte während drü Wuche mit dä transsibirische Isäbahn noch Osten mit em Ziel Vladivostok am Pazifik!

Reisevorbereitungen Sibirien

Diä Zugsreis hani scho immer mol welle underneh und sitdem ich vor zwei Johr mit em Zug noch Jordanie greist bin, bini eh en mega Fan worde vom Reise mit em Zug – das isch eifach diä gmüetlichschti, billigschti und au no ökologischti Variante zum d`Welt z`entdecke. Dä Entschluss das ganze Abendtüür im Winter z`mache isch eigentlich au scho länger i mine Gedanke umegschwirrt, well für mich chan mer das riisige Land mit em Landesteil Sibiren nume im Schnee und Chälti richtig erläbä – Sibirien isch eifach für mich dä Inbegriff vo starch negative Celsius-Wärt!

Das isch es hingege äbä grad au das wo mir nochli Zwiefel bereitet diä extreme Temperature, aber ich denke wenn mer nid grad stundelang dusse verwiilt, wird mer nid grad schockgfroore. Hinzuä chunnt no dass äs sehr trocheni Luft isch und somit isch diä Chälti besser vertragbar und bi Sunneschi und Schnee gfallts mir glaubs au….! In gueter Vorsorg han ich mir aber trotzdem echli mit wärmere Chleider und Schueh usgstatet, chan sicher nid schade ;-)

Was mir eso uf üsere Reis (ah jo muess villicht no erwähne, dass mir s`zweite sind wo das Reiseabendteuer waaget) alles erläbät weiss mer natürlich nonig im Voruus, aber einigi Highlights, wiä Moskauer Kreml, buddhistische Klöster, Opern- und Zirkusbesuche, Ski und Hundeschlitten fahren, Besuche in orthodoxen Gottesdiensten, Eisfischen und für ganz Mutige evtl. sogar Eisbaden (brrr…), wäred üs sicher während dene drü Wuche begegnä.

Uf jedefall bini jetzt scho ganz gspannt und freu mi uf das ganze Woognis ;-) Ich wird versueche wiä immer echli chönne z`blogge, muess aber luege öb das klappet, denk aber scho….

Bis bald…

Pascal

Fotos Zugsreise in den Nahen Osten

Publiziert am | 25 Januar 2012 | Keine Kommentare

Hallo zusammen

Endlich hab ich es doch noch vollbracht und meine Bilder, welche ich etwa genau vor zwei Jahren auf meiner abendteuerlichen Zugsreise in den Nahen Osten geschossen habe, zu ordnen und zu bearbeiten.

naher_osten221
naher_osten202
naher_osten197
naher_osten235

Mit Freude aufgrund des gelungenen Ergebnisses, kann ich diese nun ab jetzt auf meiner Webseite in der Fotogallerie euch präsentieren.

Viel Spass beim Durchblättern…

Pascal

PS: Wenn ihr am einfachsten alle Bilder dieser Reise auf einmal ansehen möchtet, dann klickt doch einfach auf diesen Archiv-Link.

Liäbi SBB

Publiziert am | 11 Oktober 2011 | Kommentare deaktiviert

Hüt Obig bim heifahre isch mir do doch ächli ä komischi Azeig für d’ S16 noch Thayngen ufgfalle. Doch lueget sälber… Jo do gseht mer mol widär wiä üsi Region eso wohgnoh wird – alles änne am Rhy ghört halt scho nümme zur Schwiiz ;-)

20111011-232436.jpg

Mein Resumé

Publiziert am | 22 August 2011 | Kommentare deaktiviert

Hoi mitenand

Also jetzt bin doch echo widär einigi Täg zrugg i dä schöne (vorallem zur Ziit heisse!) Schwiiz und han mir denkt ich nime jetzt einigi Minute Ziit (eigentlich sötte jo für mini Prüefig lärne…), damit ich eu es versprochene Resumé liefere chan. Erschtmol muessi säge es sich um einiges bequemer und vorallem schneller en Blogitrag mitere “normale” PC-Tastatur z`verfasse als mit dä chline Touch-Tastatur vomene iPhone ;-) , was aber nid sötte bedüte, dass min Itrag ellenlang sötti wärde.

Also wenni jetzt zrugg uf diä drü Wuchene uf dere Inlse us Füür und Iis inmitten vom Nordatlantik tuen luege, muessi feschtstelle, dass ich villicht echli zu grossi Erwartige gha han (jo das isch aber au keis Wunder wenn alli wo scho mol en Bsuech döt ane gmacht hend, in volle Züge tüend schwärme!). Das heisst aber nid, dass ich mega enttüscht gsi bin und es mir nid gfalle hett. Was mich definitiv echli gnervt het isch es struube Wätter (Duurräge, starche Wind, chalti Temperature und Sandsturm), ok hetti villicht au demit müesse rächne, wenn mer in Norde ufe goht, aber han ebe nid sone hartnäckigi Beständigkeit vo schwierigem Wätter erwartet. Es Föteli isch dementsprechend sehr schwierig gsi und hett au nid eso Spass gmacht, well erschtens isch es bi Räge und Wind sehr schwierig d`Linse troche z`bhalte, damit mer kei Tropfe uf dä Föteli gseht, denn isch d`Liechtstimmig au nid grad sehr vorteilhaft, well d`Farbe vo dä Landschaft nid grad betont wärdet.

Ah jo do chume also grad zu mim nöchste Punkt, wo mir ufgfalle isch und mich ächli enttüscht hett und zwor d`Farbe, wo schlicht und eifach i däre Landschaft nid würklich sehr zahlriich vorhande gsi sind. Das hett vorallem dämit z`tue, dass diä Landschaft sehr jung isch und vo Vulkän gschaffe worde isch, das heisst, dass d`Vegetation (also es hett fascht kei Bäum oder Blüemli gha) und au d`Flora (viel Tier hemmer au nid grad zur Sicht becho) sehr dünn gseiht gsi isch. D` Hauptfarbtön sind “Braun” (Bärge), “Schwarz” (Vulkangstei) und “Weiss” (Gletscher und Meer) gsi. Es chan au dra gläge ha, dass ebe d`Sunne villicht eifach gfählt hett, well wie scho erwähnt macht das en entscheidene Unterschied! Aber dennoch muessi sägä dass d`Landschaft emol abgseh vo dä Farbeprächtigkeit, sehr interessant gsi isch mit däne verschiedene Arte und Forme.

Vo üsem Reiseprogramm her muessi sägä, dass mir eigentlich sehr viel gseh hend und fascht alles eso klappet hett wiä mir das denkt hend. Au d`Kombination mit Mietauto (2 Wuche) und öffentliche Vercher (1 Wuche) hett sich als sehr geeignet usegstellt. Wägem Zelte chani nume sägä, dass i mega stolz bin uf mis Zelt, es hett dem schlechte Wätter trotzt und Räge und Sturm hett em nüt chönne aha, dennoch isch es nid unbedingt gmüetlich gsi (ächli chüel und han jo mis Ruggeproblem au no müesse irgendwie löse -> Luftmatratze) und au ächli umständlich (z.B. Zeltauf- und -abbau). D`Körperpfleg hett eigentlich meischtens guet funktioniert ;-) , well wiä ihr scho amigs glese hend simmer jo sehr oft i Thermalbäder gsi und das muessi sägä hett mir amigs sehr guet gfalle (“während es dusse chalt isch und rägnet, im bis 35 Grad heisse Wasser z`sitze).

Dä Punkt mit dä Verpflägig isch eigentlich au relativ guet lösbar gsi, klar es isch mängsmol nid grad eifach gsi mitem Gaschocher bi starchem Wind und eher sehr igschränktem Chochmaterial öpis Schlaus anezbringe. Verhungeret simmer aber nid, und mängsmol simmer jo sogar in es Reschti gflüchtet, was vo dä Priise her eigentlich gar nid eso viel tüürer gsi isch als selber go poschte! Au do bini sehr z`friede mit em vorher extra kaufte Equipment, sprich Gaskocher und Pfanneset (ah jo weissi gar nid öbi das scho mol erwähnt gha han, aber es Abwäsche hett sich au echli anders erwiese als bi üs, well es Fätt vom Gschirr isch trotz heissem Wasser und Abwäschmittel sehr schlecht wäggange – denkt, das hett demit ztue, well es Wasser dört kei Kalk drin hett (geologisch bedingt…)).

Denn möcht ich no amerke, dass es zwor bi dä Hotspots vo Sightseeingpünkt amigs sehr viel anderi Touriste gha hett, aber sobald mer einigi Meter selber under d`Füess gnoh hett isch mer sehr bald seeleallei gsi. Also gar nid z`vergliche mit em Schwiizer Mittelland, well es hett eigentlich überhaupt kei Spure geh vo Zivilisation i dere Vulkanlandschaft (isch jo au verständlich bi dessen karge Charakter) – das hani sehr idrücklich und cool gfunde!

Würklich Kontakt zu anderne Lüüt hett mer nid würklich becho. Ich denk do sind zwei Hauptgründ verantwortlich und zwor isch mer bi dem schlechte Wätter sehr oft früeh im Bett bzw. eigene Zelt gsi und hett somit kei anderi Lüüt troffe und zweitens simmer jo eher weniger mitem ÖV (es fählt für mich eifach es Eisenbahnnetz – dört trifft mer viel Lüüüt!) underwägs gsi, sondern mit em PW. Au dä Kontakt zu Iheimische isch sehr schwierig gsi, diä läbät jo hauptsächlich i dä Städt und nid uf em Land und diä meischte Sehenswürdigkeit sind jo ebe dört gsi uf em Land.

So jetzt nochdem ich echli viel Kritik gschribä han (ich hoffe ich han eu nid irgendwie devo abghalte selber dört anezreise…), möcht ich zum Schluss no mini Highlights erwähne. Was ich mega lässig gfunde han isch d`Umgebig vo Skaftafell, well dört hetts ganz viel verschiedeni Sache (farbigi Bärge, Gletscher, Sanderflächene, Meer usw.) amene einzige Ort gha, ok glaub es guete Wätter hett do sicher au en entscheidene Ifluss gha uf mis Empfinde. Denn was mir au sehr gfalle hett sind diä farbige Thermalhügel um dä See “Myvatn” – ok au do hett ä schöni Obigsstimmig mit Sunne gherrscht. Und denn natürlich no diä Hügellandschaft vo Landmannalaugar – bin gottefroh, dass mir do doch no öpä 3 Stunde Sunne gha hend, bevor dä Sandsturm agfange hett.

Än sehr spezielle Moment isch au üsen Usflug uf d Insle “Hrisey”, also do isch d`Landschaft würklich hammer schön gsi – grüeni Wisä, einigi Blüemli, viel Vögel, dunkelblaue Fjord, schneebedeckti Bärge und strahlendblaue Himmel! Ich denke dört sind au einigi vo mine beschte Schnappschüss mit dä Kamera entstande. Tja mängsmol sinds halt nid grad diä touristischte Pünkt, wo eim gfalled…

So genug der Worte, dä Itrag sprängt jo scho fascht dä Rahme vomene Blog. Das wär also mini erschti würklichi Reis in hohe Norde gsi, ich denke trotz dem eher echli kritische Resumé, wird au eini vo mine nöchschte Reise villicht widär Richtig Norde goh, mol luege, han do scho mol ä Idee ;-)

Schaffhausen, 22.08.2011
Pascal

PS: Was i jetzt no vergässe han z`sägä isch, dass es halt sehr schwierig gsi isch, amigs dusse z`blibä bi dem Wätter, well am bequemschte und wärmschte isch es doch denn im Zelt gsi und ich denke so händ mir villicht au einigi Sache verpasst (z.B. Mitternachtssunne, oder so..).

« vorherige Seitenaechste Seite »

Willkommen

Willkommen auf meinem Blog. Hier findet Ihr allerlei Infos über meine Person, meine Freizeit und mein Studium. Viel Spass beim lesen meiner Artikel.
Pascal

Abonniere meinen Feed

Suche

Admin