Moskau – die Erste
Publiziert am | 7 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Uff endlich liegi jetzt i mim relativ warme Schlofesack und chan mich ächli usruebe vo dem stressige erschte Tag do i dä russische Föderation…
Aber jetzt langsam alles vo Afang a.
Nochemene guet drüstündige Flug mit dä Swiss, sind mir do i dä Hauptstadt Russlands glandet und leider ächli zunere undenkbar ungünschtige Ziit – i dä Nacht am drü! Jetzt stellt sich d’Froog was mache, well dusse isch es dunkel und iisigchalt und dä ÖV Richtig Stadtzentrum macht au grad Pause bis am früehne Morge.
Also simmer im Flughafe ächli nochere Sitzglägeheit go sueche, leider hetts ächli z’wenig vo dänä gha. Aber defür isch es hammer heiss gsi dört – bin nume im T-Shirt dört am Bode gsässe. Üsi erschte Bekanntschafte mit dä finanzielle Institut do händ mir dört im Warteruum au grad dörfe schlüsse – Geld usespucke usemene Automat isch halt nid eso eifach
Am 6.00 Uhr simmer denn äs erschte mol gogä sibirischi Luft schnuppere und üsi Nase hett sich grad mit Gfrührbrand gmeldet obwohl mir nur es paar Minute dusse gsi sind, bevor mir in Highspeed Train (do bedütet das anschiinend nid Fahrgschwindigkeit, sondern eifach ohni Halt…) zum Zentrum igstige sind.
Um ganz zu üsem Hostel z’cho, hend mir müesse no uf d’Metro umstiege und defür hetts natürlich no es Billet bruucht. Das hetts denn au geh binere netti Kacca-Frau, aber nume mit Hilf vo üsem “Russisch für Änfänger”-Büechli, well Englisch isch für diä do ä schwiirigi Sprooch, geh…
Als mir denn us dä Zielstation vo dä Metro acho sind und jetzt dä Wäg zum Hostel under d’Füess gnoh hend, isch es dusse immer no dunkel und iisigchalt gsi – dä erschti Idruuck vo dere Millionestadt isch dementschprechend usgfalle.
Es Hostel hend mer denn au gfunde, sind aber vor verschlossene Türe gstande, aber mitemene Natelaruuef bringt mer dä Hostelbsitzer scho us em Bett. Well er no recht schloofbetrunke gsi isch, hett er üs halt nid sofort i dä lokale Gepflogeheite igweiht und mir hend erscht emol alle Pflotsch vo dusse is Huus brocht.
Mir hend üs denn grad entschide ächli Schloof nozhole und hend bis churz vor Mittag ächli pfuuset…
Am Mittag sind mir en Fahrplan für üsi Zuugsreis go poschte, au das isch luschtig vo statte gange – mit Kommunikationproblemli und emene zweiteillige Fahrplanposter im A3-Format als Endresultat.
Es Billet chaufe im entsprechende Bahnhof isch denn nonverbal abgloffe, mir hend alles uf es Blatt kritzlet, well mir vo dä vorhergehende Ereignis glernt hend.
Denoch hetts zum erschte mol ächli Sightseeing geh – roter Platz und Kreml. Au ächli en längere Spatziergang über d’Autostrossebrugg hett en zwor schöne, aber mega chalte Idruck vom Gebiet rund um dä Kreml üs verschafft.
Dä Verchehr doch isch au ächli anders als bi üs und ehrlich gseit ächli chaotisch, halsbrecherisch und luut…
Au en Supermarkt mit Marmorbode hend mir mit üsne Winterstifel und em drahaftende Dreck ächli igsauet, aber das mit Genehmigung vom Gschäftsführer!
Üsen Versuech ä Chappe noch russischer Art z’erlange, isch kläglich gscheiteret, dä beschribeni Markt im Reiseführer hett sich in Würklichkeit als Bauschtell usegstellt.
Au es Bade isch buechstäblich is Wasser gfalle, well es ä zu grossi finazielle Ufwendig gsi wäri.
Zrugg im Hostel hend mir üs denn dä poschteti Z’nacht vom Supermarkt schmecke loh – au wenn einigi unbekannti Köschtlichkeite däbi gha hett (än Art Quark oder Hüttechäs, aber ohni jegliche Gschmack).
So morn gits denn nochli meh Zluege do in Moskau…
Transsibirische Eisenbahn im Winter
Publiziert am | 4 Februar 2012 | Kommentare deaktiviert
Hoi mitenand
Morn Obig gohts also los mit em Flüüger ab noch Moskau und denn vo döte während drü Wuche mit dä transsibirische Isäbahn noch Osten mit em Ziel Vladivostok am Pazifik!
Diä Zugsreis hani scho immer mol welle underneh und sitdem ich vor zwei Johr mit em Zug noch Jordanie greist bin, bini eh en mega Fan worde vom Reise mit em Zug – das isch eifach diä gmüetlichschti, billigschti und au no ökologischti Variante zum d`Welt z`entdecke. Dä Entschluss das ganze Abendtüür im Winter z`mache isch eigentlich au scho länger i mine Gedanke umegschwirrt, well für mich chan mer das riisige Land mit em Landesteil Sibiren nume im Schnee und Chälti richtig erläbä – Sibirien isch eifach für mich dä Inbegriff vo starch negative Celsius-Wärt!
Das isch es hingege äbä grad au das wo mir nochli Zwiefel bereitet diä extreme Temperature, aber ich denke wenn mer nid grad stundelang dusse verwiilt, wird mer nid grad schockgfroore. Hinzuä chunnt no dass äs sehr trocheni Luft isch und somit isch diä Chälti besser vertragbar und bi Sunneschi und Schnee gfallts mir glaubs au….! In gueter Vorsorg han ich mir aber trotzdem echli mit wärmere Chleider und Schueh usgstatet, chan sicher nid schade
Was mir eso uf üsere Reis (ah jo muess villicht no erwähne, dass mir s`zweite sind wo das Reiseabendteuer waaget) alles erläbät weiss mer natürlich nonig im Voruus, aber einigi Highlights, wiä Moskauer Kreml, buddhistische Klöster, Opern- und Zirkusbesuche, Ski und Hundeschlitten fahren, Besuche in orthodoxen Gottesdiensten, Eisfischen und für ganz Mutige evtl. sogar Eisbaden (brrr…), wäred üs sicher während dene drü Wuche begegnä.
Uf jedefall bini jetzt scho ganz gspannt und freu mi uf das ganze Woognis
Ich wird versueche wiä immer echli chönne z`blogge, muess aber luege öb das klappet, denk aber scho….
Bis bald…
Pascal
Fotos Zugsreise in den Nahen Osten
Publiziert am | 25 Januar 2012 | Kommentare deaktiviert
Hallo zusammen
Endlich hab ich es doch noch vollbracht und meine Bilder, welche ich etwa genau vor zwei Jahren auf meiner abendteuerlichen Zugsreise in den Nahen Osten geschossen habe, zu ordnen und zu bearbeiten.
Mit Freude aufgrund des gelungenen Ergebnisses, kann ich diese nun ab jetzt auf meiner Webseite in der Fotogallerie euch präsentieren.
Viel Spass beim Durchblättern…
Pascal
PS: Wenn ihr am einfachsten alle Bilder dieser Reise auf einmal ansehen möchtet, dann klickt doch einfach auf diesen Archiv-Link.
Liäbi SBB
Publiziert am | 11 Oktober 2011 | Kommentare deaktiviert
Hüt Obig bim heifahre isch mir do doch ächli ä komischi Azeig für d’ S16 noch Thayngen ufgfalle. Doch lueget sälber… Jo do gseht mer mol widär wiä üsi Region eso wohgnoh wird – alles änne am Rhy ghört halt scho nümme zur Schwiiz
Mein Resumé
Publiziert am | 22 August 2011 | Kommentare deaktiviert
Hoi mitenand
Also jetzt bin doch echo widär einigi Täg zrugg i dä schöne (vorallem zur Ziit heisse!) Schwiiz und han mir denkt ich nime jetzt einigi Minute Ziit (eigentlich sötte jo für mini Prüefig lärne…), damit ich eu es versprochene Resumé liefere chan. Erschtmol muessi säge es sich um einiges bequemer und vorallem schneller en Blogitrag mitere “normale” PC-Tastatur z`verfasse als mit dä chline Touch-Tastatur vomene iPhone
, was aber nid sötte bedüte, dass min Itrag ellenlang sötti wärde.
Also wenni jetzt zrugg uf diä drü Wuchene uf dere Inlse us Füür und Iis inmitten vom Nordatlantik tuen luege, muessi feschtstelle, dass ich villicht echli zu grossi Erwartige gha han (jo das isch aber au keis Wunder wenn alli wo scho mol en Bsuech döt ane gmacht hend, in volle Züge tüend schwärme!). Das heisst aber nid, dass ich mega enttüscht gsi bin und es mir nid gfalle hett. Was mich definitiv echli gnervt het isch es struube Wätter (Duurräge, starche Wind, chalti Temperature und Sandsturm), ok hetti villicht au demit müesse rächne, wenn mer in Norde ufe goht, aber han ebe nid sone hartnäckigi Beständigkeit vo schwierigem Wätter erwartet. Es Föteli isch dementsprechend sehr schwierig gsi und hett au nid eso Spass gmacht, well erschtens isch es bi Räge und Wind sehr schwierig d`Linse troche z`bhalte, damit mer kei Tropfe uf dä Föteli gseht, denn isch d`Liechtstimmig au nid grad sehr vorteilhaft, well d`Farbe vo dä Landschaft nid grad betont wärdet.
Ah jo do chume also grad zu mim nöchste Punkt, wo mir ufgfalle isch und mich ächli enttüscht hett und zwor d`Farbe, wo schlicht und eifach i däre Landschaft nid würklich sehr zahlriich vorhande gsi sind. Das hett vorallem dämit z`tue, dass diä Landschaft sehr jung isch und vo Vulkän gschaffe worde isch, das heisst, dass d`Vegetation (also es hett fascht kei Bäum oder Blüemli gha) und au d`Flora (viel Tier hemmer au nid grad zur Sicht becho) sehr dünn gseiht gsi isch. D` Hauptfarbtön sind “Braun” (Bärge), “Schwarz” (Vulkangstei) und “Weiss” (Gletscher und Meer) gsi. Es chan au dra gläge ha, dass ebe d`Sunne villicht eifach gfählt hett, well wie scho erwähnt macht das en entscheidene Unterschied! Aber dennoch muessi sägä dass d`Landschaft emol abgseh vo dä Farbeprächtigkeit, sehr interessant gsi isch mit däne verschiedene Arte und Forme.
Vo üsem Reiseprogramm her muessi sägä, dass mir eigentlich sehr viel gseh hend und fascht alles eso klappet hett wiä mir das denkt hend. Au d`Kombination mit Mietauto (2 Wuche) und öffentliche Vercher (1 Wuche) hett sich als sehr geeignet usegstellt. Wägem Zelte chani nume sägä, dass i mega stolz bin uf mis Zelt, es hett dem schlechte Wätter trotzt und Räge und Sturm hett em nüt chönne aha, dennoch isch es nid unbedingt gmüetlich gsi (ächli chüel und han jo mis Ruggeproblem au no müesse irgendwie löse -> Luftmatratze) und au ächli umständlich (z.B. Zeltauf- und -abbau). D`Körperpfleg hett eigentlich meischtens guet funktioniert
, well wiä ihr scho amigs glese hend simmer jo sehr oft i Thermalbäder gsi und das muessi sägä hett mir amigs sehr guet gfalle (“während es dusse chalt isch und rägnet, im bis 35 Grad heisse Wasser z`sitze).
Dä Punkt mit dä Verpflägig isch eigentlich au relativ guet lösbar gsi, klar es isch mängsmol nid grad eifach gsi mitem Gaschocher bi starchem Wind und eher sehr igschränktem Chochmaterial öpis Schlaus anezbringe. Verhungeret simmer aber nid, und mängsmol simmer jo sogar in es Reschti gflüchtet, was vo dä Priise her eigentlich gar nid eso viel tüürer gsi isch als selber go poschte! Au do bini sehr z`friede mit em vorher extra kaufte Equipment, sprich Gaskocher und Pfanneset (ah jo weissi gar nid öbi das scho mol erwähnt gha han, aber es Abwäsche hett sich au echli anders erwiese als bi üs, well es Fätt vom Gschirr isch trotz heissem Wasser und Abwäschmittel sehr schlecht wäggange – denkt, das hett demit ztue, well es Wasser dört kei Kalk drin hett (geologisch bedingt…)).
Denn möcht ich no amerke, dass es zwor bi dä Hotspots vo Sightseeingpünkt amigs sehr viel anderi Touriste gha hett, aber sobald mer einigi Meter selber under d`Füess gnoh hett isch mer sehr bald seeleallei gsi. Also gar nid z`vergliche mit em Schwiizer Mittelland, well es hett eigentlich überhaupt kei Spure geh vo Zivilisation i dere Vulkanlandschaft (isch jo au verständlich bi dessen karge Charakter) – das hani sehr idrücklich und cool gfunde!
Würklich Kontakt zu anderne Lüüt hett mer nid würklich becho. Ich denk do sind zwei Hauptgründ verantwortlich und zwor isch mer bi dem schlechte Wätter sehr oft früeh im Bett bzw. eigene Zelt gsi und hett somit kei anderi Lüüt troffe und zweitens simmer jo eher weniger mitem ÖV (es fählt für mich eifach es Eisenbahnnetz – dört trifft mer viel Lüüüt!) underwägs gsi, sondern mit em PW. Au dä Kontakt zu Iheimische isch sehr schwierig gsi, diä läbät jo hauptsächlich i dä Städt und nid uf em Land und diä meischte Sehenswürdigkeit sind jo ebe dört gsi uf em Land.
So jetzt nochdem ich echli viel Kritik gschribä han (ich hoffe ich han eu nid irgendwie devo abghalte selber dört anezreise…), möcht ich zum Schluss no mini Highlights erwähne. Was ich mega lässig gfunde han isch d`Umgebig vo Skaftafell, well dört hetts ganz viel verschiedeni Sache (farbigi Bärge, Gletscher, Sanderflächene, Meer usw.) amene einzige Ort gha, ok glaub es guete Wätter hett do sicher au en entscheidene Ifluss gha uf mis Empfinde. Denn was mir au sehr gfalle hett sind diä farbige Thermalhügel um dä See “Myvatn” – ok au do hett ä schöni Obigsstimmig mit Sunne gherrscht. Und denn natürlich no diä Hügellandschaft vo Landmannalaugar – bin gottefroh, dass mir do doch no öpä 3 Stunde Sunne gha hend, bevor dä Sandsturm agfange hett.
Än sehr spezielle Moment isch au üsen Usflug uf d Insle “Hrisey”, also do isch d`Landschaft würklich hammer schön gsi – grüeni Wisä, einigi Blüemli, viel Vögel, dunkelblaue Fjord, schneebedeckti Bärge und strahlendblaue Himmel! Ich denke dört sind au einigi vo mine beschte Schnappschüss mit dä Kamera entstande. Tja mängsmol sinds halt nid grad diä touristischte Pünkt, wo eim gfalled…
So genug der Worte, dä Itrag sprängt jo scho fascht dä Rahme vomene Blog. Das wär also mini erschti würklichi Reis in hohe Norde gsi, ich denke trotz dem eher echli kritische Resumé, wird au eini vo mine nöchschte Reise villicht widär Richtig Norde goh, mol luege, han do scho mol ä Idee
Schaffhausen, 22.08.2011
Pascal
PS: Was i jetzt no vergässe han z`sägä isch, dass es halt sehr schwierig gsi isch, amigs dusse z`blibä bi dem Wätter, well am bequemschte und wärmschte isch es doch denn im Zelt gsi und ich denke so händ mir villicht au einigi Sache verpasst (z.B. Mitternachtssunne, oder so..).

Reykjavik II
Publiziert am | 16 August 2011 | Kommentare deaktiviert
Also z’erscht mol zum Titel vo dem Blogitrag, und zwor bini dezue zwunge worde zum dä z’verwände, well luut Flo machts nume so Sinn, wege sim geschtrige Blogtitel
Hüt wird min Artikel eher churz, welli jetzt grad vorher scho ganz viel gschribä han und zwor uf öpä es Dutzend Poschchartä woni i d’ Heimat schickä.
Am früehne Morge simmer an Hafe und denn uf es Holzbötli gschtigä um denn zunere Insle z’fahre und dört uf Pirsch z’goh noch Puffins (Papagietaucher). Mir hend denn au einigi gseh, aber leider viel z’wiit weg für mis Fotoobjektiv
Uf em Ruckwäg isch denn Gsichtsfarb vom Flo echli em Wiis gwiche und ich glaube das isch dragläge, wells en rächte Wellegang gha hett und das denn au no grad nochem Z’Morge… Mir hend üs denoch ä chlineri Pause im Hostelzimmer gönnt.
Gegä Mittag simmer denn an Stadtsee mit em Rathuus (dört drinne hetts ä grossi 3D-Charte gha vo Island). Au kulturell hemmer üs echli müesse witerbilde und sind drum ab i d’ Nationalgalerie – aber ich glaube mir beide verschtönt echli z’wenig vo moderne Kunscht, oder was sölled Spinne, schwangeri Fraue und Chäfig mitenand z’tue ha…hää?
Au es nöchschti Erlebnis isch eher echli vo dä strangere Sorte gsi, well wo mir us de chline Domchirche cho sind, simmer vo zwei Herre bote worde doch bim ineträge vomene Sarg, z’helfe. Uff dä isch schwär gsi, definitiv isch dä nid leer gsi, uff sehr komisch, aber irgendwie au sehr natürlich und unkompliziert…
Nochere kulinarische Stärchig simmer denn echli go lädele, denn ich bin immer no uf dä Suächi nochere Wullejacke gsi – han denn aber z’erscht öpis anders gfunde (es cools Hemd), aber imene andere Lade hetts denn diä gwünschti Jacke gha.
Gegä Obig hend mir denn nomol Kultur gnosse und zwor in Form vo Volkslieder a Capella – isch nid schlecht gsi.
Hej, jetzt hani doch scho widär so viel gschribä…
Morn gohts scho widär hei i d’Schwiiz, wird denn worhschinlich widär min letschte Itrag emene Resume widme, mol luege.
Reykjavik I
Publiziert am | 16 August 2011 | Kommentare deaktiviert
Gastblogeintrag von Florian:
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Nachdem ich jetzt eine gefühlte Ewigkeit über den Titel des heutigen Blogeintrags diskutiert habe (Diskussionspartner: Inhaber dieses Blogs, den Lesern bekannt als “Basgal” (ich dachte immer er heisse Pascal, aber besagte Person hat mich in den vergangenen 17 Tagen (wow, sind wir wirklich schon so lange auf dieser regnerischen, windigen, sandigen, vegetationsarmen, meist schwarzen, oft aber auch erstaunlich farbenfrohen, abwechslungsreichen und vogelreichen (ich würde an dieser Stelle gerne alle aufzählen, angefangen bei Küstenseeschwalben über Goldregenpfeiffer bis zu Singschwänen, aber dieser Satz ist schon jetzt viel zu lang… Am besten ich fange noch mal von vorne an…
Also… Hæ, ich bin der Flo und werde gerade gezwungen einen Blogeintrag zu verfassen, was dabei rauskommt seht ihr ja… An alle Leser, die besseres vorhaben als stundenlang Blogeinträge zu lesen, hier eine Kurzzusammenfassung des heutigen Tages: Viel Flora, wenig Fauna, eine sagenumwobene Perle, Gott auf und in Island und endlich ein Vulkanausbruch! So, wenn es nach mir ginge würde ich jetzt aufhören zu schreiben, aber seit meine Kreditkarte nicht mehr ordnungsgemäss funktioniert (also seit heute), bin ich auf die Gunst meines Reisepartners angewiesen… Hier also die ausführlichere Version (keine Angst, sie wird nicht so verschachtelt wie der erste Satz (obwohl das ja gar kein vollständiger Satz war, nur wildes Durcheinander (auf französisch heisst das méli-melo, eines meiner Lieblingswörter))))) (Ich mache zur Sicherheit ein paar Klammern mehr, nicht dass am Schluss eine ganz allein in der Luft rumhängt!):
Ausgeruht erwachten wir heute morgen in unseren weichen Gästehausbetten und verspeisten ein einfaches aber sättigendes Morgenmahl. Dann machten wir uns auf, um die nördlichste Hauptstadt der Welt zu erobern. Als erstes verschlug es uns in den Botanischen Garten der Stadt, in dem Pascal voller Freude sämtliche bunten Blumen fotografierte. Da der Eintritt in den nebenanliegenden Zoo kostenlos war, beschlossen wir auch den lieben Tieren einen Besuch abzustatten. Die “Tiere” entpuppten sich als Kühe, Pferde, Schweine, Hühner und wenigen anderen Vier- und Zweibeinern, darunter ein einsames Rentier und ein mindestens genauso einsamer Polarfuchs. Hühner- und Schweinestall stanken zudem erbärmlich zum Himmel (dagegen waren die Schwefeldüfte der heissen Quellen direkt wohltuend).
Auf den Zoo folgte ein Spaziergang zur Perle Reykjaviks, der “Perlan”. Dieses hochmoderne Gebäude thront als gläserne Halbkugel auf einem Hügel über der Stadt. Dementsprechend kann man das Auge über die Megasuperhypermetropole (für isländische Verhältnisse, mit 120000 Einwohnern aber immernoch übersichtlich) schweifen lassen. Das Innere der Perlan ist erstaunlich leer, sie beherbergt lediglich einen Souvenirshop, ein Restaurant mit versalzener Pilzsuppe und Tomatensuppe mit Speck, und schliesslich eine Ausstellung mit nachgebauten Szenen aus der Historie Islands (mit sehr echt aussehenden Puppen, ähnlich Madame Tussaud in London).
Auf dem Rückweg zurück in die Innenstadt besichtigten wir das Wahrzeichen Reykjaviks, die Hallgrímskirkja. Die Kirche wurde architektonisch der isländischen Landschaft angepasst, aussen basaltsäulenartig, innen weiss und karg wie die Gletscher und das Hochland. Einen Unterschied zur Natur ist jedoch augenscheinlich: während Berge, Flüsse und Gletscher wohl noch ein Weilchen bestehen werden, weist das Kirchenschiff bereits erste Risse auf.
Zum Abschluss unserer ersten Erkundungstour schauten wir uns Filme über ehemalige Vulkanausbrüche auf Island an, darunter auch der des Eyjafjalla. Leider wahr sowohl die Qualität des Filmmaterials als auch der Kommentare nicht gerade fesselnd, weshalb wir nach dem ersten Teil der Vorstellung weiterzogen.
Hungrig kehrten wir schliesslich in einem indischen Restaurant ein und liessen uns mit allerlei Köstlichkeiten verwöhnen.
So, mein Zimmergenosse braucht sein iPhone wieder nachdem ich es jetzt gefühlte 2.5 Stunden blockiert habe. Ganz liebe Grüsse an dich und dich und jaaaa, an dich natürlich auch. Tschüss aus Island, morgen schreibt Basgal wieder (warum wohl…?)
Flo
Wandertage in Landmannalaugar
Publiziert am | 14 August 2011 | Kommentare deaktiviert
Am Samschtig simmer also ächli diä Landschaft mit dene Rhyolitberge go erkunde und zwor hemmer am Morge mitere ca. 3 Stündige Wanderig agfange – das isch glaubs diä begehrtischti Route gsi, well es hett mega viel anderi Touris gha. Acho ufere sehr markante Berspitze mit 360-Grad Umsicht hemmer ghaltet und ich han druf pochet dass mir wartet bis d’Sunne hinder dä Wulche hervorchunt, damit diä Landschaft au so richtig afangt z’lüchte. Und tatsächlich min heimliche Wunsch isch in Erfüllig gange – so gsehnd diä Bärge würklich wiä es Gemälde us!
Als mir denn zunere Abzwigig vom Wanderweg cho sind hend mir üs müesse entscheide öb mir dä witeri Weg über noh meh Berggipfel wähled oder doch eher direkter zrugg zum Camping laufet? Diä Entscheidig isch nid liecht gfalle, vorallem well mir i dä Ferne sowas wiä Regefallwind gseh hend, doch würklich sicher simmer üs nid gsi ob es wirklich Räge isch (spöter hetts sich denn doch nid als Niederschlag usegstellt, doch uf das was es würklich gsi isch, chunnt mer als Schwiizer fascht nid – aber spöter meh dezuä). Aber mir sind denn uf Nummer sicher gange und hend dä chürzer Pfad gwählt.
Zrugg bim Zelt hend mir ūs Z’Mittag kochet. Am früehnere Obig hend mir denn nomol d’Wanderschueh gschnürrt und sind nomol uf ä Wanderig gange jetzt aber noch Norde zumene See. Doch jetzt langsam aber sicher hemmer usegfunde, was es sich mit dene komische Schleier am Himmel vom Morge uf sich gha het – es isch ganz eifach en Sandsturm gsi – und mir jetzt z’mittzt drin!
Doch au diä Wanderig hemmer erfolgrich bestrite, obwohl d’ Ussicht nümme so sehr ungetrüebt gsi isch wiä am Morge…
Ah jo was no z’erwähne sötti si, isch dass es äs Ziitli lang mega viel Lüüt gha het uf dem Camping – fascht wiä amene Volksfescht.
Nochere eher unruhige (Sandsturm und anderi Lüüt) und chalte Nacht simmer denn spot ufgstande well dä starchi Wind nüt bessers erahne loh hett bezüglich Sandsturm und so isch es denn au gsi – chalt, unglaublich sandig (im Muul und i dä Auge), schlechti Wiitsischt und mega windig. Also üsi Devise isch gsi; “Nume schnell weg vo do!”.
Das hemmer denn au gmacht und zwor so um diä Drü am Mittag simmer mitem Bus Richtig Reykjavik losgfahre und nochere 4 Stündige Fahrt hemmer denn es erschti mol d’Hauptstadt vo üsem Reiseland erblickt (han mi tatsächli echli gfreut a däm Ablick vo Zivilisation
).
So jetzt simmer imene Guesthouse (ich glaub Zeltet hemmer jetzt gnueg bi dene unglaublich widrige und schnell ändernde Witterigsverhältnis!) und planet jetzt nochli diä letschte drü Täg für ä Stadtbesichtigung.
Ab zu den farbigen Berge
Publiziert am | 13 August 2011 | Kommentare deaktiviert
So hüt hemmer widär mol ächli früehner us em Schlofsack chrüche, well üsen Bus noch Landmannalaugar am Achti bim Busbahnhof abgfahre isch – also gschafft hemmers scho aber dä Z’Morge hemmer müesse in Bus verlegge.
Diä erschti Fahrt mit em Bus zum Godafoss isch ohni Zwüschedfäll ruhig verloffe, doch als mir hettet müesse inen andere Bus noch Landmannalaugar umstiege, han ich mich mit sehr schlechter Luune a d’Wort vom Ticketverchäufer in Akureyri vom letschte Ziischtigmittag erinneret; “Nei, nei es brucht kei Vorverchauf vo dä Tickets au reserviere isch nid nötig, wenns kei Platz meh het, denn chunt halt en zweite Bus.”.
Jo ihr chönds eu jo denke mir zwei sind widär mol diä Verarschte gsi. Dä zueständig Busfahrer hett üs zwor zwei Billett verchauft und hett versproch es hegi i sim Bus und im zweite Bus jewiils no zwei Plätz für üs Vier (es sind ebe au no zwei wiiteri Touris in Godafoss zugstiege wie mir…) frei. Tja isch jo klar gsi, wo alli widär dinne gsi sind a ihrne Plätz (sie hend ebe dusse gwartet, well no en Pneu hett müesse gwechslet wärde), hend mir natürlich kein Platz meh gfunde und hend müesse in Gang bi de Tür sitze – hei das chan doch nid si, meh Billet verchaufe als es Sitzplätz hett!
Noch enere erschte stündige Fahrt i dere Sitzposition simmer amene Wasserfall acho und hend ghalte. Dört hemmer denn dä Chauffeur zur Red gstellt und mit “Geld zurück” droht und tatsächlich er hett dä Finger us em Arsch gnoh und was probiert z’mache. Aber das isch halt schwierig gsi, uf dä hinderschte Sitzbank hett mega viel Gepäck gha – jo sogar hett einigi sini Velos im Gang mittransportiert. Dennoch hett er ä sone halbatzigi Lösig gschaffe und zwor isch dä Flo denn uf diä letscht Sitzbank in mitte vo fallendem Gepäck bi jedem Rumpler (und uf so einere Hochlandstross gits einigi devo), verfrachtet worde und ich bin immer no im Gang gsässe jetzt aber ufemene främde Gepäcistück. So langsam aber sicher simmer bi de andere Touris zum Gruppegspröch worde – debi hetts zwei Gruppe geh, diä einte hends eifach luschtig gfunde und hend üs sogar fotografiert (das isch diä schuldig Franzosegruppe gsi, wo eso viel Platz brucht het) und diä andere hend sich mit üs sympathisiert und hend eher Verbarme gha.
Noch witäre Stunde Fahrt i dere Position hemmer denn noch dä Lunchpause, widär ä neu Sitzposition zuegwise becho – dä Flo isch immer no i de hinderschte Sitzgruppe blibe und ich han dörfe zum vorderschte Sitzplatz direkt nebed en Chauffeur (mega cooli Ussicht uf d’Landschaft, aber mega heiss vom Motor und dä Sunne).
I dere Sitzposition (ah dä Flo hett diä letschti Fahrstund no en ganz ungförliche Platz becho (nochdem diä komische Velofahrer usgstiege sind)) simmer denn nocheme ganze Tag Busfahrt do in Landmannalaugar acho.
Schön isch jo d’Landschaft scho, aber mich hett es ganz komischs Gfühl beschliche; “au ich glaub es wär besser wenn kei Touris do anechämtet, ich glaub diä ganzi Schönheit wird bald verblasst si!”.
Noch dem Tag voller Ärger und neue graue Hoor, hemmers denn eher gmüetlich usklinge loh – Polenta choche, Popcorn herschtelle und warm dusche.
So ich freu mich jetzt ufs Schlofe (hoffentlich chani das au bi den luut labernde (vorallem in öschtrichisch und französisch) Zeltnochbere do).
PS: Mol luege wenni dä nöchscht Blogitrag chan schribä, well do hetts echli en Ängpass mit Elektrizität…
Auto abgeben und Faulenzen
Publiziert am | 11 August 2011 | Kommentare deaktiviert
Jo also dä hütig Tag isch definitiv ächli en “Brügglitag” gsi, d.h mir hens einigi organisatorischi Sache erlediget – wiä Auto abgeh (mega komisch mir hends eifach vor em Flughafe chönne uf dä Parkplatz stelle und dä Schlüssel inen Briefchaschte wärfe ohni dass es Auto uf irgendwelche Art überprüeft worde isch) oder eifacht Ziit bis Morn überbrücke – wiä mit Esse (Sandwich bi Subway oder selber gruusigi Fischbölle choche…), ächli i dä Stadt umeflaniere oder eifacht emol es Mittagsschlöfli mache.
Morn morge gömmer also widär witär noch Landmannalaugar – mol luege wiä mir das mit üsem grosse Gepäck und ohni Auto schaffet.
Bis morn…

















